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Erster direkter Linienflug zwischen USA und Venezuela seit 2019 in Caracas gelandet
Nach rund sieben Jahren ist erstmals wieder ein direkter Linienflug aus den USA in Venezuela gelandet. Die aus Miami kommende Maschine der Envoy Air, einer Tochtergesellschaft der US-Fluggesellschaft American Airlines, landete am Donnerstag gegen 13.15 Uhr (Ortszeit, 19.15 Uhr MESZ) auf dem internationalen Flughafen Simón Bolívar in Maiquetía nahe Caracas, wie anwesende Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
Seit 2019, dem Jahr des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, hatte es keine kommerziellen Flüge mehr gegeben. Die Landung der US-Maschine markiert somit einen weiteren Schritt in der Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach der Gefangennahme des linksnationalen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro. Maduro war im Januar bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht worden. Dort soll ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.
An Bord der Passagiermaschine waren Geschäftsleute, US-Regierungsvertreter und zahlreiche Journalisten. Wie bei der Eröffnung einer neuen Flugverbindung üblich, wurde das Flugzeug auf dem Rollfeld mit Wasser besprüht. Zahlreiche venezolanische und US-Vertreter empfingen das Flugzeug auf der Landebahn, viele Reisende machten Selfies.
US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme Maduros gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. Anfang März nahmen beide Staaten offiziell wieder diplomatische Beziehungen auf. In den vergangenen Wochen lockerte Washington zudem seine Sanktionen gegen Venezuela.
Venezuela wird derzeit von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt, die von Trump als "fantastisch" gelobt wurde. Rodríguez war Vizepräsidentin unter Maduro und wurde vom Obersten Gericht des Landes nach dessen Gefangennahme als Interims-Staatschefin eingesetzt.
T.Zimmermann--VB