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US-Wirtschaft legt zu Jahresbeginn zwei Prozent zu - BIP unter Erwartungen
Die US-Wirtschaft hat zum Jahresbeginn wieder an Fahrt aufgenommen, ist jedoch weniger deutlich gewachsen als von Experten vermutet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA legte zwischen Januar und März annualisiert, also auf das gesamte Jahr hochgerechnet, um 2,0 Prozent zu, wie das Statistikamt am Donnerstag in einer Schätzung mitteilte. Diese Berechnungsmethode ist in den USA bei den Quartalszahlen zur Konjunktur üblich - anders als in Deutschland.
Analysten hatten mit einem Plus von 2,2 Prozent gerechnet. Im Vorquartal war die US-Wirtschaft um 0,5 Prozent gewachsen. Der deutliche Anstieg zum Jahresbeginn ist dem Ministerium zufolge vor allem auf höhere staatliche Ausgaben und Investitionen der Unternehmen zurückzuführen. Auch die Exporte zogen zu Jahresbeginn deutlich an.
Der Privatkonsum legte dagegen schwächer zu. Die Inflation zog im März deutlich an, was vor allem an der Iran-Krise und den damit verbundenen hohen Energiekosten liegen dürfte.
Heather Long, Chefökonomin bei der Navy Federal Credit Union, sprach von einer "zweigeteilten Wirtschaft". Auf der einen Seite stünden erfolgreiche Unternehmen und Investoren im Bereich der KI, auf der anderen Seite Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen, die mit den hohen Kosten kämpften.
H.Gerber--VB