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Vergewaltigungsprozess von Avignon: Gisèle Pelicot erzählt in Memoiren ihre Geschichte
Sie wollte kein Opfer sein, und sie beeindruckte durch ihr entschlossenes Auftreten Menschen auf der ganzen Welt: Die Französin Gisèle Pelicot beschreibt in ihren Memoiren den Moment, in dem sie sich entschloss, eine öffentliche Gerichtsverhandlung gegen ihre 51 mutmaßlichen Vergewaltiger zu fordern. "Die geschlossene Tür des Gerichtssaals, die mich eigentlich vor Blicken und vor der Presse schützen sollte, machte mir zunehmend Sorgen", schreibt sie laut einem Auszug, den die Zeitung "Le Monde" am Dienstagabend veröffentlichte.
"Ich wäre ihnen ganz allein ausgesetzt", schrieb sie weiter. "Würde ich ihnen nicht genau damit einen Gefallen tun?", fragte sie sich. Niemand hätte gewusst, was sie ihr angetan hatten. Kein Journalist hätte die Geschichte aufgeschrieben. "Wäre ich 20 Jahre jünger gewesen", hätte ich es vielleicht nicht gewagt, auf den Ausschluss der Öffentlichkeit zu verzichten", räumte Pelicot ein.
Die heute 73-Jährige beschreibt in ihren Memoiren auch, wie wichtig die moralische Unterstützung durch die Menschen im Gericht für sie war. "Diese Menschenmenge hat mich gerettet", sagt sie. Sie sei "schützend und beruhigend" gewesen und habe ihr geholfen, bei ihren Aussagen die richtigen Worte zu finden.
Aber sie erinnerte sich auch an einzelne Begegnungen am Rande des Prozesses, etwa mit einer jungen Frau, der die Tränen in den Augen standen. "Ich habe ihr gesagt, sie solle nicht weinen, sonst müsste ich auch weinen, aber ich müsse doch stark bleiben", schreibt Pelicot. Sie habe auch an diese junge Frau gedacht, als sie sich am Ende des Prozesses vor den Kameras äußerte. "Viele danken mir für meinen Mut, und ich möchte ihnen sagen: Das ist kein Mut, sondern Wille und Entschlossenheit, diese patriarchale, machistische Gesellschaft zu verändern", sagte sie damals.
Pelicots Memoiren erscheinen am 17. Februar weltweit in 22 Sprachen gleichzeitig. Auf Deutsch trägt das Buch den Titel "Eine Hymne auf das Leben" und wird vom Piper Verlag herausgebracht.
Gisèle Pelicot war von ihrem Mann Dominique über Jahre hinweg immer wieder mit Medikamenten betäubt und in Internetforen zur Vergewaltigung angeboten worden. Gisèle Pelicot hatte sich für ein öffentliches Verfahren eingesetzt, "damit die Scham die Seite wechselt".
Der Prozess endete mit Haftstrafen für alle Angeklagten. Der Hauptangeklagte Dominique Pelicot bekam die Höchststrafe von 20 Jahren. Gisèle Pelicot war im Februar vom US-Magazin "Time" zur Frau des Jahres 2025 gekürt worden.
M.Vogt--VB