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Dienstleistungen deutlich verteuert - Lebensmittelpreise steigen langsamer
Dienstleistungen haben sich im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich verteuert, während die Lebensmittelpreise langsamer stiegen. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bestätigte am Mittwoch seine erste Schätzung zur Inflation im Oktober - insgesamt stiegen die Verbraucherpreise demnach um 2,3 Prozent, nach 2,4 Prozent im September. "Nach zwei Anstiegen in Folge ging die Inflationsrate im Oktober wieder leicht zurück", erklärte Behördenchefin Ruth Brand.
Die Teuerungsrate bei Dienstleistungen lag den Angaben zufolge bei 3,5 Prozent. Vor allem die Preise für kombinierte Personenbeförderung, also Fahrscheine der Verkehrsverbünde oder das Deutschlandticket, stiegen deutlich an (11,4 Prozent). Auch Dienstleistungen sozialer Einrichtungen, Gesundheitsdienstleitungen, Kfz-Reparaturen und Pauschalreisen verteuerten sich überdurchschnittlich. Günstiger als im Vorjahr waren hingegen Telekommunikationsdienstleistungen.
Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,3 Prozent. Im September hatte die Rate noch bei 2,1 Prozent gelegen. Einzelne Produkte waren den Angaben der Statistiker deutlich günstiger als im Vorjahr, etwa Olivenöl, Butter und Kartoffeln. Stark gestiegen sind hingegen die Preise für Süßwaren und insbesondere Schokolade. Auch bei Fleisch und Obst fielen die Preissteigerungen überdurchschnittlich aus.
Die Entwicklung bei den Energiepreisen wirkte sich ebenfalls dämpfend auf die Inflationsrate aus. Sie sanken im Jahresvergleich um 0,9 Prozent und damit etwas stärker als im September. Besonders Heizöl war in diesem Oktober günstiger, auch Strom und Fernwärme verbilligten sich leicht. Erdgas und Brennholz verteuerten sich hingegen. Auch Sprit war etwas teurer als im Vorjahr.
D.Schaer--VB