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Olympia-Zuschauerin Armbruster: "Darf meinen Traum nicht leben"
Nathalie Armbruster hat nach Beginn der Olympischen Spiele erneut das Fehlen der Nordischen Kombiniererinnen beklagt. "Ich habe mir die Eröffnungsfeier angetan, aber es hat sehr wehgetan, da zuzuschauen und zu wissen: Ich wäre da vor Ort und könnte meinen Kindheitstraum leben - aber ich darf es nicht. Und alles nur, weil ich eine Frau bin", sagte die dreimalige WM-Zweite am Sonntag im ZDF.
Die Kombination ist die einzige Sportart bei den Winterspielen, bei denen keine Frauen zugelassen sind. "Das Schlimme ist, dass wir sehr wenig vom IOC mitbekommen. Über die ganzen Hintergründe wissen wir sehr wenig Bescheid", sagte die 20-Jährige.
Im Mai oder Juni wird sich entscheiden, ob die Frauen 2030 zugelassen werden. Möglich ist auch, dass die Kombination ganz aus dem Programm gestrichen wird. Das Internationale Olympische Komitee hatte am Sonntag noch einmal seine für alle Sportarten geltenden Kriterien skizziert.
"Wir achten auf Universalität. Wir achten auf eine breite Streuung der Spitzenleistungen. Wir achten darauf, ob diese Sportart während und außerhalb der Spiele Beachtung findet", sagte der neue IOC-Sportdirektor Pierre Ducrey. Die Kombination habe "in der Vergangenheit vor Herausforderungen" gestanden, seither habe sich die Sportart aber "weiterentwickelt".
M.Betschart--VB