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Zollkonflikt: USA deuten neuen Aufschub für China an
Die US-Regierung steuert im Zollkonflikt mit China auf eine erneute Fristverlängerung zu. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Dienstag dem Sender Fox Business, er werde ab Montag mit chinesischen Vertretern in Schweden über einen möglichen Aufschub über Mitte August hinaus verhandeln.
US-Präsident Donald Trump hatte Anfang April Strafzölle von insgesamt 145 Prozent gegen China verhängt, Peking reagierte mit hohen Gegenzöllen. Mitte Mai einigten sich die beiden Länder bei Gesprächen in Genf dann darauf, die Aufschläge für zunächst 90 Tage stark zu reduzieren.
"Diese Vereinbarung läuft am 12. August aus", sagte Bessent. Er werde am Montag und Dienstag mit chinesischen Vertretern in Stockholm "wahrscheinlich eine Verlängerung ausarbeiten", betonte er.
Für die Europäische Union und viele weitere Länder hatte Trump die Frist kürzlich bis zum 1. August verlängert. Ab dann sollen für die EU Aufschläge von 30 Prozent gelten. An den US-Börsen gehen allerdings viele Händler von einem erneuten Einlenken Trumps aus. Dort ist von einem "Taco"-Effekt die Rede. Die Abkürzung steht für "Trump always chickens out" - auf Deutsch "Trump kneift immer."
R.Braegger--VB