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US-Verbrauchervertrauen steigt im Mai - bleibt aber auf niedrigem Niveau
Unter anderem die Entspannung im US-Handelsstreit mit China hat das Verbrauchervertrauen in den Vereinigten Staaten wieder steigen lassen. Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation The Conference Board vom Dienstag kletterte der Wert im Mai um 12,3 Punkte auf 98,0 und damit stärker als erwartet. Die Verbraucherinnen und Verbraucher fürchten aber nach wie vor Preissteigerungen infolge der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump.
Das US-Verbrauchervertrauen war zuvor fünf Monate in Folge gesunken - auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie. Trotz des Anstiegs im Mai blieb der Wert deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre.
Der Anstieg des Wertes im Mai sei bereits vor Monatsmitte erkennbar gewesen, als Regierungsvertreter der USA und Chinas in Genf eine Zollpause von 90 Tagen vereinbarten, erläuterte die Volkswirtin des Conference Board, Stephanie Guichard. Nach dem 12. Mai habe sich diese Entwicklung noch verstärkt.
Bei der Befragung im Mai verbesserten sich den Angaben zufolge die Erwartungen zum Einkommen, zu den Geschäftsbedingungen und zu den Beschäftigungsaussichten in den kommenden sechs Monaten im Vergleich zum April. Hauptsorge der Verbraucherinnen und Verbraucher bleibe aber die Zollpolitik Trumps, hieß es.
Erst am Freitag hatte Trump mit Zöllen in Höhe von 50 Prozent auf Importe aus der Europäischen Union bereits ab Juni gedroht. Nach einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewährte er einen Aufschub bis 9. Juli.
Der US-Präsident hatte Anfang April hohe zusätzliche Zölle gegen zahlreiche Staaten verhängt, diese jedoch kurz darauf für 90 Tage auf einen Basiszoll von zehn Prozent reduziert. Zusätzlich gelten US-Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Autos sowie auf Stahl- und Aluminiumprodukte.
D.Schaer--VB