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Rüstungsforum: Ukraine fordert "Kriegswirtschaft" in Europa
Im russischen Angriffskrieg hat der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba Europa zur Umstellung auf eine "Kriegswirtschaft" aufgerufen. "Wenn wir den Frieden in der Europäischen Union erhalten wollen, müssen wir zu einer Kriegswirtschaft und -industrie in Europa übergehen", sagte Kuleba am Montag bei einem Rüstungsforum in Brüssel. Dies sei der einzige Weg, um sich in dem neuen "Rüstungswettlauf" mit Russland durchzusetzen.
Kuleba rief zudem zu Investitionen in ukrainische Rüstungsunternehmen auf. Dies sei "eine großartige Möglichkeit, die Ukraine mit mehr Waffen zu versorgen", sagte er in seiner per Video übertragenen Ansprache. "Unsere Produktionskapazität übersteigt unsere finanziellen Ressourcen bei Weitem."
Ansonsten bleibe das Motto: "Liefern, liefern, liefern!" sagte Kuleba in Richtung der westlichen Regierungen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell drängte die Mitgliedsländer, mehr Luftabwehrsysteme und Munition an Kiew abzugeben. "Unsere Sicherheit steht auf dem Spiel", betonte der Spanier.
Nach Borrells Angaben nahmen mehr als 140 Rüstungsfirmen aus 25 EU-Ländern an dem Forum teil - das dritte seiner Art seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor gut zwei Jahren. Die EU-Kommission bezeichnete das Treffen als ersten Schritt zur Umsetzung einer im März vorgestellten Verteidigungsstrategie.
Damit will Brüssel die europäische Rüstungsindustrie fördern und die Mitgliedsländer unabhängiger von den USA und anderen internationalen Waffenlieferanten machen. Die Ukraine soll eng in die Pläne eingebunden werden.
J.Sauter--VB