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Für mehr E-Autos: US-Regierung verschärft Emissionsgrenzwerte für Verbrenner
Die US-Regierung hat strengere CO2-Grenzwerte für Autos angekündigt. Die Umweltschutzbehörde EPA sprach am Mittwoch von den "strengsten Umweltverschmutzungsstandards aller Zeiten". Sie betreffen demnach die Neuwagenflotten in den Jahren 2027 bis 2032 und legen einen jährlich sinkenden Höchstwert fest, den der Durchschnittsausstoß aller Neuwagen eines Herstellers erreichen darf. Im Jahr 2032 soll der Durchschnittsausstoß dann noch maximal die Hälfte des Flottengrenzwerts für das Jahr 2026 betragen, präzisierte die EPA.
Die Behörde hatte im vergangenen April erstmals eine Verschärfung der Grenzwerte vorgeschlagen, der nun im Detail abgeschwächt wurde. Der Zielwert für 2032 bleibt zwar derselbe, aber in den ersten Jahren (2027 bis 2030) fallen die Vorgaben weniger streng aus. Die Idee sei, den Herstellern mehr Zeit zu lassen, um sich anzupassen, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter.
Die Autoindustrie hatte auf die Abschwächung gedrungen. Dies sei "die richtige Entscheidung gewesen, weil sie vernünftigeren Elektrifizierungszielen Vorrang einräumt", erklärte die Lobbyorganisation Alliance for Automotive Innovation. Klima- und Umweltschützer kritisierten zwar die Zugeständnisse an die Industrie, grundsätzlich gehe die Regelung aber in die richtige Richtung.
Der Verkehr ist bislang die größte Quelle klimaschädlicher Treibhausgase in den USA. Die EPA will mit den Vorgaben vor allem den Umstieg auf Elektroautos ankurbeln. Im Detail ist es den Herstellern überlassen, welche Technologien sie zur Reduzierung der Emissionen einsetzen, denkbar sind auch effizientere Verbrennermotoren statt eines größeren E-Auto-Anteils.
2023 lag der E-Auto-Anteil unter den Neuwagen in den USA gerade einmal bei 7,6 Prozent - in Deutschland lag er bei 18,4 Prozent. Bis 2030 könnte ihr Anteil auf 56 Prozent ansteigen, hofft die EPA. Im vergangenen Jahr hatte die Behörde allerdings noch 67 Prozent angestrebt.
"Seit 2021 haben sich die Verkäufe von Elektrofahrzeugen vervierfacht und die Preise sinken weiter", versichert dennoch der Klimaberater von Präsident Joe Biden, Ali Zaidi. "Wir gehen der Klimakrise immer schneller entgegen."
Mit Blick auf die Präsidentschaftswahl im November braucht Biden die Unterstützung der Autoindustrie und ihrer Mitarbeiter. Die Klimapolitik ist aber ebenfalls ein zentraler Punkt seiner Wahlkampfagenda.
D.Schaer--VB