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Inflation in Großbritannien merklich zurückgegangen
Die Inflation in Großbritannien ist im Februar merklich zurückgegangen. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent, wie das Nationale Statistikbüro in London am Mittwoch mitteilte. Das ist das niedrigste Niveau seit zweieinhalb Jahren und weniger als erwartet. Im Januar hatte der Preisanstieg noch vier Prozent betragen, Beobachter und auch die Zentralbank des Landes hatten für Februar mit 3,5 Prozent gerechnet.
Der Chefökonom des Statistikbüros, Grant Fitzner, nannte die "fast unveränderten" Lebensmittelpreise als Hauptgrund für den Rückgang der Inflation. Dem gegenüber standen demnach steigende Benzinpreise und Mieten. Finanzminister Jeremy Hunt sprach von einem "entscheidenden" Rückgang, der die Rückkehr zu wirtschaftlichem Wachstum ebne.
Der Rückgang könnte Premierminister Rishi Sunak und seiner Konservativen Partei Rückenwind für die Wahlen später im Jahr bescheren. Allerdings ist die Inflation weiterhin höher als in den anderen wichtigen westlichen Volkswirtschaften und noch deutlich vom zwei-Prozent-Ziel der Bank of England entfernt. Die Zentralbank dürfte daher die Leitzinsen bei ihrem Treffen am Donnerstag auf dem aktuell sehr hohen Niveau halten.
Die Inflation hatte Großbritannien noch härter getroffen als die meisten anderen Länder in Europa. Die hohen Zinsen, um den Preisanstieg mittelfristig wieder einzudämmen, verschärften die Finanzprobleme vieler Verbraucher weiter. Experten rechnen derzeit mit Leitzinssenkungen in der EU und den USA im Juni, in Großbritannien könnte es später werden.
A.Ammann--VB