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FDP fordert Gesetz zu Kernfusion
Die FDP spricht sich für ein Gesetz zur Kernfusion aus. Die Partei beschloss ein entsprechendes Papier bei einer Sitzung des Bundesvorstands am Montag, wie Generalsekretär Bijan Djir-Sarai anschließend berichtete. "Es geht um die Stärkung des Standorts Deutschland", sagte die stellvertretende FDP-Chefin und Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger bei der Vorstellung des Papiers. "Wachstum und "Wohlstand bedingen mehr Energie." Die Kernfusion sei dafür Schlüssel- und Zukunftstechnologie.
In dem Papier heißt es: Die Kernfusionstechnologie biete "riesige Chancen" und könne ein fundamentaler Baustein für eine saubere, sichere und leistungsfähige Energieversorgung der Zukunft sein. Um Unternehmen und Investoren Planungssicherheit zu geben, brauche Deutschland ein Fusionsgesetz.
Gleichzeitig soll dem Dokument zufolge geprüft werden, in welcher Form gegebenenfalls das Strahlenschutzrecht angepasst werden muss, um dem geringeren Risiko der Kernfusion sowie den technologischen Chancen einer auf Ermöglichung ausgerichteten Regulierung gerecht zu werden.
"Die Fusion wird kommen. Die Frage ist nicht ob, sondern wann", sagte Stark-Watzinger. Die Ministerin stellte Investitionen in Aussicht, um die Forschung in diesem Bereich "massiv vorantreiben" zu können. Damit sei das klare Signal gesetzt worden, dass das Wissen in Deutschland bleibe, die Fusionstechnologie hier zur Reife gelange und das erste Kraftwerk gebaut werde, so Stark-Watzinger. Nötig seien aber auch private Investitionen.
Bei der Kernfusion werden Atomkerne bei extrem heißen Temperaturen miteinander verschmolzen. Dabei werden enorme Mengen Energie freigesetzt. Herkömmliche Atomkraftwerke gewinnen Energie hingegen aus der Spaltung von Atomkernen.
Unterstützer hoffen, dass die Kernfusion auf lange Sicht eine saubere Alternative zur Verbrennung fossiler Brennstoffe und der umstrittenen Kernspaltung werden könnte. Gegner kritisieren sie als ineffizient, aufwändig und teuer.
I.Stoeckli--VB