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Streik bei Tesla in Schweden geht weiter - Reparaturen in Ausnahmefällen möglich
Der Streik gegen den US-Autobauer Tesla in Schweden dauert bereits mehr als drei Monate - nun hat die Gewerkschaft IF Metall angekündigt, einzelne Reparaturen an Tesla-Fahrzeugen wieder zuzulassen. Die geplante Ausnahmeregelung solle Tesla-Besitzern helfen, "die am härtesten von dem Konflikt betroffen sind", erklärte die Gewerkschaft am Mittwoch in Stockholm. Mitglieder der IF Metall streiken seit Ende Oktober für einen Tarifvertrag bei Tesla und inzwischen solidarisierten sich Beschäftigte anderer Branchen.
Zunächst waren 130 Beschäftigte in zehn Tesla-Werkstätten in Schweden zum Arbeitskampf aufgerufen. Seitdem hat sich der Streik ausgeweitet: Im November folgten 470 Beschäftigte in Werkstätten, in denen Autos unterschiedlicher Hersteller repariert werden, sowie die Beschäftigten in vier Häfen, die das Verladen von Tesla-Fahrzeugen blockierten. Immer wieder kündigten auch andere Gewerkschaften aus Solidarität eigene Maßnahmen an.
Bisher ist trotz allem keine Einigung in Sicht: "Der Konflikt scheint sich zu verlängern", erklärte die IF Metall am Mittwoch. Fahruntüchtige Teslas sollen vom 19. Februar bis 30. April wieder repariert werden. Allerdings nicht in reinen Tesla-Werkstätten, sondern nur in solchen, die sich um Marken verschiedener Hersteller kümmern. Zudem sollen die Fahrzeuge ein bestimmtes Alter erreicht haben und nicht im Rahmen einer Tesla-Garantie repariert werden. In Schweden sind rund 50.000 Autos von Tesla zugelassen.
In Schweden haben 90 Prozent aller Angestellten einen Tarifvertrag. Tesla-Chef Elon Musk hat wiederholt Forderungen nach einer gewerkschaftlichen Organisation seiner weltweit 127.000 Beschäftigten abgelehnt.
H.Kuenzler--VB