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Frankreichs Bauern machen weiter Druck auf die Regierung
Zehn Tage nach dem Ende der jüngsten Bauernproteste in Frankreich machen die französischen Landwirte weiter Druck auf die Regierung. "Wir sind zu neuen Aktionen bereit", warnte der Chef des Bauernverbands FNSEA, Arnaud Rousseau, am Dienstag auf dem Sender TF1. Zuvor hatten einige Milchbauern und Viehzüchter kleinere Protestaktionen in Paris veranstaltet. Premierminister Gabriel Attal wollte Vertreter der Bauernverbände am Nachmittag empfangen.
Landwirtschaftsminister Marc Fesneau kündigte an, das Vererben von Höfen an die nächste Generation zu vereinfachen. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag solle Ende des Monats im Kabinett vorgestellt werden.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die Vertreter der Bauernverbände am Mittwoch und in der kommenden Woche treffen, zum ersten Mal seit Beginn der jüngsten Proteste. Es handle sich um die üblichen Treffen vor Beginn der Pariser Landwirtschaftsmesse, betonte der Elysée.
Die Aussetzung des Plans zur Verringerung der Pestizide löste weiter Kritik aus. Acht Umweltgruppen verließen am Montag aus Protest die Sitzung einer Arbeitsgruppe im Landwirtschaftsministerium, die die Umsetzung des Plans steuern sollte.
Die französische Regierung ist den Forderungen der Landwirtinnen und Landwirte nach tagelangen Autobahnblockaden weit entgegengekommen. Sie sagte ein Hilfspaket im Umfang von 400 Millionen Euro sowie eine Verringerung der bürokratischen Auflagen zu. Die EU-Kommission in Brüssel lockerte zudem die Vorschriften für einen Mindestanteil an Brachland auf Ackerflächen in der EU.
T.Germann--VB