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Zinssenkungen erwartet: ZEW-Konjunkturerwartungen steigen weiter
Die Konjunkturerwartungen für Deutschland von Finanzexpertinnen und -experten haben sich im Februar weiter verbessert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stieg um 4,7 Punkte auf einen Wert von 19,9 Punkten an, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Grund für den Optimismus ist demnach, dass eine Mehrheit der Befragten baldige Zinssenkungen in der Eurozone und in den USA erwarten.
Laut ZEW-Umfrage gehen mehr als zwei Drittel der Befragten davon aus, dass die Europäische Zentralbank angesichts sinkender Inflationsraten in den kommenden sechs Monaten Zinssenkungen vornimmt, wie der Präsident des Instituts, Achim Wambach, erklärte. Von der US-Notenbank Fed erwarten demnach mittlerweile fast drei Viertel der Befragten baldige Zinssenkungen.
Die aktuelle konjunkturelle Lage bewerten die Expertinnen und Experten aber sehr schlecht: Die konjunkturelle Lageeinschätzung der Befragten sank auf den tiefsten Wert seit Juni 2020, auf minus 81,7 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft steht nicht gut da", kommentierte Wambach.
Das ZEW fragt für den Index monatlich Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungskonzernen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten, die Aufschluss über die weitere Konjunkturentwicklung geben. Dazu gehören Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkurse und der Ölpreis. Der ZEW-Index gilt als wichtiger Indikator für die künftige ökonomische Entwicklung Deutschlands.
An der aktuellen Umfrage vom 5. bis zum 12. Februar beteiligten sich laut ZEW 167 Analystinnen und Analysten sowie institutionelle Anlegerinnen und Anleger.
L.Stucki--VB