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Blockade von Paris durch Frankreichs Bauern geht in den zweiten Tag
Die Blockade wichtiger Zufahrtsstraßen der französischen Hauptstadt durch protestierende Landwirte geht in den zweiten Tag. Sollte die für Dienstag im Laufe des Tages angekündigten neuen Maßnahmen der Regierung für die Landwirtschaft als nicht ausreichend befunden werden, könne die Aktion noch mehrere Tage fortgesetzt werden, hieß es. Die Blockaden sind teils mit mobilen Toiletten und Generatoren ausgestattet.
Aus vielen Landesteilen waren weitere Traktorkonvois auf dem Weg nach Paris. Sie "kommen aus allen Richtungen, das ist eine verrückte Sache", sagte der Ko-Präsident des Landwirtschaftsverbandes CR, José Perez, der Nachrichtenagentur AFP. Perez ist Teil eines Konvois von rund 200 Traktoren, der am Dienstagmorgen seine Fahrt in Richtung des Großmarktes Rungis im Süden von Paris fortsetzte.
"Es ist wirklich sehr stark, was wir gerade erleben", sagte Perez weiter. "Die Leute sind auf unserer Seite, wir konnten auf der ganzen Fahrt feststellen, dass die Franzosen ihre Landwirte lieben." Die Konvoiteilnehmer kommen aus dem Südwesten des Landes und verbrachten die Nacht im zentralfranzösischen Limoges. Am frühen Morgen ging es weiter. Die Ankunft in Rungis wurde am Nachmittag erwartet.
Viele der Landwirte auf den Zufahrtsstraßen rund um Paris verbrachten die Nacht in ihren Fahrzeugen oder auf strohbedeckten Anhängern. Sie protestieren gegen Bürokratie, sinkende Einnahmen und europäische Umweltauflagen. Nach Polizeiangaben beteiligten sich am Montag landesweit rund 10.000 Bauern an verschiedenen Aktionen.
G.Haefliger--VB