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US-Flugaufsichtsbehörde billigt Protokoll für Überprüfung von Boeing 737 MAX 9
Nach der Notlandung einer Boeing 737 MAX 9 wegen eines verlorenen Kabinenwandteils hat die US-Flugaufsichtsbehörde FAA ein Protokoll für Inspektionen gebilligt, das eine Wiederaufnahme der Flüge von Maschinen dieses Typs erlauben soll. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, müssen Fluggesellschaften unter anderem bestimmte Bolzen, Fassungen und weitere Bauteile überprüfen. Damit solle sichergestellt werden, dass die Teile dem Bauplan des Flugzeugs entsprechen.
"Dieses Flugzeug wird nicht betrieben werden, bevor der Prozess komplett ist und Konformität mit dem ursprünglichen Design bestätigt wurde", erklärte die FAA.
Die US-Fluggesellschaft United Airlines erklärte daraufhin, ihre Maschinen dieses Typs sollten von Sonntag an wieder starten. "Wir werden jedes MAX-9-Flugzeug erst dann wieder in Betrieb nehmen, wenn dieser sorgfältige Inspektionsprozess abgeschlossen ist", versicherte United-Spitzenmanager Toby Enqvist. Dies sei für Sonntag anvisiert.
Bei einer Boeing 737 MAX 9 der Fluggesellschaft Alaska Airlines war am 5. Januar kurz nach dem Start in Portland im US-Bundesstaat Oregon ein Teil der Kabinenwand herausgeflogen. Daraufhin musste das Flugzeug umkehren und in Portland notlanden. Verletzt wurde bei dem Vorfall zwar niemand, Experten zufolge hätte er aber zu einer Katastrophe führen können.
Die Flugaufsichtsbehörde FAA ordnete in der Folge ein vorübergehendes Flugverbot für Maschinen des Typs an. Insgesamt sind 171 Flugzeuge betroffen, allein United Airlines besitzt eine umfangreiche Flotte von 79 dieser Maschinen. Die Fluggesellschaft musste deshalb zahlreiche Flüge streichen. Die jetzige Billigung des Protokolls zur Überprüfung der Maschinen durch die FAA ebnet den Weg zu einer Rückkehr zum Flugbetrieb.
H.Weber--VB