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Brand in Gas-Terminal in russischem Ostseehafen - Betreiber: "Externer Faktor"
In einem Erdgas-Terminal im russischen Ostseehafen Ust-Luga ist ein Feuer ausgebrochen. Der nächtliche Großbrand sei durch einen "externen Faktor" verursacht worden, teilte die russische Betreiberfirma Nowatek am Sonntag mit, ohne weitere Angaben zu machen. Es habe keine Opfer gegeben, zudem bestehe keine Gefahr für die Gesundheit. Laut dem Unternehmen breitet sich das Feuer nicht weiter aus. In Ust-Luga beginnt auch die Ostseepipeline Nord Stream 2.
Laut dem Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, wurden alle Mitarbeiter evakuiert. Er veröffentlichte am Morgen im Onlinedienst Telegram ein kurzes Video, das ein riesiges Feuer und Rauch zeigt. Nach Angaben des Gouverneurs wurde für das Gebiet um den Hafen eine Alarmstufe ausgerufen.
Dem örtlichen Funktionär Juri Sapalatskij zufolge brach der Brand gegen 02.45 Uhr nachts aus. Die Nachrichtenagentur Ria-Nowosti meldete, dass ein Tank "mit 100 Kubikmetern" in Flammen stehe.
Der Nachrichtenagentur Tass und anderen staatlichen Medien zufolge waren die Ursachen für den Brand nicht bekannt. Das russische Verteidigungsministerium berichtete zwar am Sonntag von mehreren nächtlichen ukrainischen Angriffen, die vereitelt worden seien. Die Region Leningrad erwähnte es aber zunächst nicht.
Nowatek ist Russlands größter unabhängiger Erdgasproduzent. Laut der Unternehmens-Webseite wird in dem Terminal von Ust-Luga Erdgas in Rohbenzin, Treibstoff für Flugzeuge sowie in Treibstoffkomponenten für Schiffe umgewandelt.
Der Ostseehafen Ust-Luga liegt 110 Kilometer westlich von St. Petersburg und nahe der Grenze zu Estland. Von dort aus verläuft auch die nie in den Betrieb genommene Unterwasser-Gaspipeline Nord Stream 2 nach Deutschland, die im September 2022 bei einem Sabotageakt beschädigt worden war.
T.Egger--VB