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Tarifliche Ausbildungsvergütung 2023 um 3,7 Prozent gestiegen
Die Vergütung von in tarifgebundenen Betrieben beschäftigten Auszubildenden ist im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent gestiegen. Der Anstieg lag damit unterhalb des Vorjahresniveaus von 4,2 Prozent, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) am Donnerstag mitteilte. Demnach verdienten Auszubildende im Durchschnitt über alle Ausbildungsjahre 1066 Euro im Monat.
Wegen der hohen Inflation ergeben sich für die Auszubildenden wie bereits in den beiden Vorjahren Reallohnverluste, wie das BIBB ausführte. "Allerdings werden die zum Teil umfangreichen Sonderzahlungen, die in den Tarifverhandlungen der letzten beiden Jahre auch für Auszubildende ausgehandelt wurden, in die Berechnungen nicht mit einbezogen."
Die höchste tarifliche Ausbildungsvergütung wurde 2023 den Angaben zufolge im Beruf Milchtechnologe/-technologin mit monatlich 1307 Euro gezahlt. Angehende Zimmerer und Zimmerinnen - die Spitzenreiter der Vorjahre - landeten nun mit 1264 Euro auf Platz zwei. Überdurchschnittlich bezahlt werden auch etwa Maurer, Rohrleitungsbauerinnen und Kaufmänner und -frauen für Versicherungen und Finanzanlagen.
Zu den weniger gut vergüteten Ausbildungsberufen gehören Maler, Schornsteinfeger und - ganz unten im Ranking - Friseurinnen und Friseure. Wegen eines überdurchschnittlich hohen Tarifabschlusses liegen Bäcker und Bäckerinnen in Ausbildung mit 970 Euro im Monat nun deutlich näher am Durchschnitt.
L.Meier--VB