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KKH-Umfrage: Kinder und Jugendliche leiden vermehrt unter psychischem Stress
Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen hat nach Einschätzung von Eltern deutlich zugenommen. In einer am Dienstag veröffentlichen Forsa-Umfrage für die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) unter Eltern von Sechs- bis 18-Jährigen gaben 40 Prozent an, dass ihr Kind in den vergangenen ein bis zwei Jahren vermehrt unter seelischem Stress gelitten habe.
Mit 21 Prozent hat gut ein Fünftel der Mütter und Väter von Kindern zwischen sechs und zehn Jahren den Eindruck, dass ihr Kind auch aktuell noch psychisch stark belastet ist. Bei Eltern von Elf- bis 18-Jährigen liegt der Anteil sogar bei knapp einem Drittel.
Nach einer Auswertung von KKH-Versichertendaten leidet vor allem die psychische Gesundheit von jungen Frauen zwischen 15 und 18 Jahren. Während von 2012 bis 2022 der Anteil der Sechs- bis 18-jährigen Versicherten mit Angststörungen insgesamt um 53 Prozent auf 1,8 Prozent stieg, hat sich der Anteil bei den 15- bis 18-jährigen Frauen im selben Zeitraum sogar um 115 Prozent auf 5,1 Prozent mehr als verdoppelt.
Depressionen nahmen bei den 15- bis 18-jährigen Frauen im selben Zeitraum um 122 Prozent zu (8,7 Prozent), insgesamt waren von dieser Diagnose fast 88 Prozent mehr Kinder und Jugendliche betroffen (2,4 Prozent). Essstörungen stiegen demnach insgesamt um rund 35 Prozent (0,7 Prozent) und bei den 15- bis 18-jährigen Frauen um 62 Prozent (zwei Prozent).
Angststörungen, Depressionen und Essstörungen nahmen demnach vor allem während der Coronapandemie überproportional zu. Ausgenommen sind Grundschulkinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, bei denen zwischen 2019 und 2022 die Zahlen laut den KKH-Daten teils rückläufig waren.
Die Pandemie mit Folgen wie Homeschooling und Isolation ist laut der Krankenkasse aber nicht der alleinige Grund für psychische Probleme. 42 Prozent der Eltern psychisch stark belasteter Kinder geben zwischenmenschliche Konflikte als Grund dafür an, knapp ein Drittel (32 Prozent) nennt Mobbing in der Schule oder in sozialen Netzwerken als Ursache. Eine Rolle spielen darüber hinaus allgemeine Zukunftsängste, bedingt beispielsweise durch den Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen (29 Prozent).
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im August rund 2000 Menschen mit sechs- bis 18-jährigen Kindern. Zudem wertete die KKH Daten zu psychischen Diagnosen von rund 190.000 minderjährigen Versicherten aus.
R.Kloeti--VB