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Mehr Todesfälle in Spanien aufgrund extremer Hitze im Jahr 2022
In Spanien sind im vergangenen Sommer aufgrund extremer Hitze mehr als 350 Menschen gestorben. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Nationalen Statistikinstituts (INE) zu den Ursachen der Sterblichkeit in Spanien im Jahr 2022 war eine zunehmende Anzahl an Todesfällen auf die hohen Temperaturen zurückzuführen.
In den Sommermonaten zwischen Mai und August 2022 starben INE zufolge 157.580 Menschen - 26.849 mehr als im Jahr 2019. 122 von ihnen erlitten demnach einen Hitzschlag - 2019 waren es 49. Bei weiteren 233 gab INE Dehydrierung als Todesursache an im Vergleich zu 109 Toten im Jahr 2019.
Viele der zusätzlichen Todesfälle seien "auf vorherige chronische Erkrankungen" wie Bluthochdruck, Diabetes und Demenz zurückzuführen, die das Sterberisiko bei extremer Hitze erhöhten, erklärte INE. Laut dem Wetterdienst Aemet war 2022 das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in Spanien.
Auch in diesem Jahr ächzt das südeuropäische Land unter der ersten Hitzewelle des Sommers. Am Montag stiegen die Temperaturen im Süden Spaniens auf über 44 Grad. Nach Behördenangaben starben bereits zwei Menschen infolge der Hitze.
Am Samstag brach demnach ein 47-jähriger Mann mit einem Sonnenstich während der Feldarbeit in der Kleinstadt Aznalcóllar nahe Sevilla zusammen. Ein weiterer Landwirt starb am Montag an einem Hitzschlag bei der Arbeit in seinem Weinberg in Cinco Casas, einem Dorf etwa 160 Kilometer südlich von Madrid.
Am Dienstag gingen die Temperaturen zwar etwas zurück, lagen aber mancherorts noch immer über 40 Grad. Laut Aemet soll die Hitze bis Donnerstag anhalten.
Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie muss sich Europa aufgrund der Erderwärmung auf zunehmende tödliche Hitzewellen einstellen. Experten zufolge ist Spanien wahrscheinlich eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder. Obwohl sich das südeuropäische Land an die hohen Sommertemperaturen gewöhnt hat, nehmen die Hitzewellen zu, dauern länger an und gehen mit höheren Temperaturen einher - und das bei immer weniger Niederschlag.
L.Dubois--BTB