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Zalando wehrt sich mit Klage gegen Einstufung als große Plattform durch EU
Der Versandhändler Zalando wehrt sich gegen die Einstufung durch die EU-Kommission als bedeutende Internetplattform, womit eine verschärfte Kontrolle verbunden ist. Zalando habe eine Klage bei der europäischen Justiz eingereicht, um gegen die Klassifizierung als "sehr große Internetplattform" im Rahmen des Gesetzes für Digitale Dienste (DSA) vorzugehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Zalando fühlt sich demnach ungerecht behandelt, weil es keine "klare" Methodik zur Erfassung solcher großer Firmen gebe und betrachtet sich außerdem auch nicht als "systemrelevant". Diese Einstufung hatte die Kommission ebenfalls vorgenommen und die Plattformen daraufhin ihrer direkten Aufsicht unterstellt.
"Wir unterstützen das DSA und dessen Ziele", erklärte Zalando-Chef Robert Gentz. Jedoch habe die EU-Kommission die Zahlen der Nutzerinnen und Nutzer von Zalando falsch interpretiert und berücksichtige auch das Geschäftsmodell des Versandhändlers nicht. Das Unternehmen biete ein sicheres Umfeld für Nutzerinnen und Nutzer ohne schädigende oder illegale Inhalte.
Die EU-Kommission hatte Ende April eine Liste von 19 Internetplattformen vorgestellt, die künftig einer verschärften Kontrolle unterliegen. Betroffen sind etwa Twitter, Tiktok sowie die wichtigsten Angebote der US-Konzerne Amazon, Apple, Google, Meta und Microsoft - und als einziges europäisches Unternehmen Zalando die deutsche Firma Zalando. Die Unternehmen müssen sich künftig unter anderem jährlich einer Prüfung unterziehen, um sicherzustellen, dass sie wirksam gegen die Verbreitung von Falschinformationen und Hassbotschaften vorgehen.
E.Schubert--BTB