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Deutlich mehr Holz zur Energiegewinnung eingeschlagen
Holz spielt als Energieträger eine immer wichtigere Rolle: 13,8 Millionen Kubikmeter wurden im vergangenen Jahr zur Energiegewinnung gefällt, das waren 17,3 Prozent mehr als noch 2021, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Die Menge war demnach fast 32 Prozent höher als im zehnjährigen Durchschnitt zwischen 2012 und 2021 - und erreichte den höchsten Wert seit der deutschen Vereinigung.
Auch der Holzeinschlag insgesamt bleibt in deutschen Wäldern auf hohem Niveau: Laut Statistik wurden 78,7 Millionen Kubikmeter Holz gefällt. Das waren nur rund fünf Prozent weniger als der bisherige Höchstwert von 83 Millionen Kubikmetern 2021. Ursache für den Rückgang war demnach, dass weniger Schadholz geschlagen wurde, das nach Stürmen, anhaltender Trockenheit oder Insektenbefall anfällt.
Der Großteil des Holzes (knapp 46 Millionen Kubikmeter) landete in der Säge- und Furnierindustrie. Wichtigste Holzart war Fichtenholz - Fichten lieferten 2022 mehr als zwei Drittel des gesamten Holzeinschlags. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren ging die Menge aber um fast 15 Prozent zurück, vor allem, weil weniger Schadholz anfiel. In den vergangenen Jahren war die Menge sehr groß gewesen, weil die oft in Monokultur angepflanzten Fichten besonders stark durch den Borkenkäfer geschädigt worden waren.
E.Schubert--BTB