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Europäische Bankaktien wieder leicht im Aufwind
Die Aktienkurse europäischer Großbanken sind mit einem Plus in die Woche gestartet. Besonders die Aktie der Deutschen Bank, die in der vergangenen Woche im Zuge der aktuellen Unsicherheit im Bankensektor 8,25 Prozent eingebüßt hatte, legte am Montagmorgen wieder um knapp vier Prozent zu. Auch die Kurse der Commerzbank, der französischen BNP Paribas oder Spaniens Banco de Sabadell waren im Aufwind.
Die Börsen reagierten offenbar positiv auf die Ankündigung aus den USA, dass die First Citizens Bank die insolvente Silicon Valley Bank (SVB) übernimmt. Das Zusammenbrechen der verhältnismäßig kleinen, auf die Finanzierung von Startups spezialisierten Bank aus Kalifornien nach einem massiven Abzug von Kapital durch deren Anleger vor gut zwei Wochen hatte zu massiven Turbulenzen im weltweiten Bankensektor und in der Folge an den Aktienmärkten geführt.
Infolge der SVB-Pleite und des Zusammenbrechens einer weiteren kleineren US-Bank gerieten weitere Geldinstitute in Bedrängnis. In der Schweiz übernahm die Großbank UBS auf staatlichen Druck hin die in den vergangenen Jahren von Skandalen geplagte Nummer zwei des Landes, die Credit Suisse. Die Regierungen weiterer wichtiger Volkswirtschaften reagierten mit Zusagen staatlicher Unterstützung für Banken in kritischen Fällen.
Vor allem wegen eines starken Anstiegs der Kosten für Kreditausfallversicherungen gingen die Kurse in der vergangenen Woche dennoch in den Keller. Zudem hielten wichtige Zentralbanken wie die Fed in den USA und die Europäische Zentralbank an ihrer Zinspolitik fest und erhöhten erneut ihre Leitzinsen. Die Probleme der Banken gehen auch auf die hohen Zinsen zurück.
M.Furrer--BTB