-
Tischtennis-EM: Qiu verliert im Halbfinale
-
Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln
-
Dresden schlägt Magdeburg im Ost-Duell
-
EU verurteilt Siedler-Angriff auf europäische Diplomaten scharf
-
Zaun an Leipziger Flughafen beschädigt: Polizei sucht Ursache
-
Rot-Grün-Rot will in Berlin regieren - Scharfe Kritik aus der Union
-
Tischtennis: Kaufmann nach Sieg über Mittelham im EM-Finale
-
Trump stoppt neue Russland-Sanktionen und stößt im Kongress auf Kritik
-
Messerangriffe an Schulen verunsichern Jugendliche in Polen
-
Junge Union und Merz streiten über Rente und Kurs der CDU
-
Luftalarm in Litauen und Lettland – Rumänien schießt Drohnen ab
-
Siedlerangriffe verletzen US-Journalistin und europäische Diplomaten
-
Türkische Behörden übernehmen oppositionellen Sender Halk TV
-
Kalifornien stimmt über einmalige Vermögensteuer für Milliardäre ab
-
Leonberg lädt zur 18. Ausbildungsbörse Interkom
-
Mannheim: 25-Jähriger nach gewaltsamem Tod einer Frau festgenommen
-
AMG bringt elektrischen GT SUV mit drei Motoren und 1196 PS
-
Chinas Dieselausfuhren steigen auf Dreijahreshoch
-
Airbus verlangt Schlüsselrolle bei Europas nächstem Kampfflugzeug
-
Füllkrug rettet Werder mit Doppelpack und blockt DFB-Debatte ab
-
SC 20 trennt sich nach Derby-Niederlage von Trainer Erkan Aydin
-
Belgien führt ab Mai 2027 digitale Pkw-Vignette ein
-
Ausbau der B7 zwischen Colmar-Berg und Ettelbrück beginnt
-
Herbstverkehr: Wildwechsel, Nebel und nasses Laub erhöhen Unfallrisiko
-
SPD-Frauen werfen Union persönliche Angriffe auf Schwesig vor
-
Tote und Verletzte bei Großbrand auf kanadischem Militärstützpunkt
-
Flughafen Leipzig: Auto durchbricht offenbar Sicherheitszaun
-
Hannover holt gegen St. Pauli ersten Punkt unter Wagner
-
Dortmund bangt nach torlosem Remis um Karetsas
-
Katie Zacharia verlässt nach wenigen Tagen das Weiße Haus
-
Rot-Grün-Rot plant Mietendeckel und Vergesellschaftung in Berlin
-
Zverev-Bezwinger Davidovich Fokina gewinnt Masters in Shanghai
-
"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trumps Russland-Kurs
-
Düsseldorf stellt Trainer Ende frei
-
Zahlreiche Verletzte und Festnahmen: Frankreich von Welle der Gewalt erschüttert
-
Fünf Tage nach Lungen-OP: Papst spricht Angelus-Gebet vor tausenden Gläubigen
-
"Rote Front" in Berlin: Söder kritisiert "absurde Enteignungsphantasien"
-
Hühner auf Balkon festgebunden: Polizei befreit Tiere in Bremen
-
RB Leipzig: "Komplettes Versagen von uns"
-
Leichenfund nach Brand in Mannheim: 25-Jähriger soll Frau getötet haben
-
Tödliche Messerattacke in Seniorenheim: 72-Jähriger muss in Untersuchungshaft
-
Bahnrad-WM: Friedrich gewinnt Silber im Keirin
-
Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten
-
Bahnrad-WM: Teutenberg wird Weltmeister im Ausscheidungsfahren
-
Wieder Sicherheitsvorfall an Leipziger Flughafen: Offenbar durchbricht Fahrzeug Zaun
-
Spieler des Tages: Luis Díaz (Bayern München)
-
Massenpanik und Unfall bei Hindu-Festen in Indien: Dutzende Menschen getötet
-
MLS: Messi glänzt mit Doppelpack
-
Draisaitl trifft bei Oilers-Sieg - nächster Erfolg für Peterka
-
"Brauchst Spieler wie Flo": Iraola zufrieden mit Wirtz
Chinas Rückzug aus Venezuela
Was sind die Ursachen des Bruchs einer einstigen „strategischen Partnerschaft“ zwischen China und Venezuela? Seit Beginn des 21. Jahrhunderts pflegten China und Venezuela eine enge Partnerschaft. Caracas wollte mit Peking einen starken Gegenspieler zu Washington gewinnen und versprach im Gegenzug Zugang zu den größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt. Im Rahmen von sogenannten „Kredit‑gegen‑Öl“-Pakten floss aus China insgesamt rund 60 Milliarden US‑Dollar nach Venezuela. Laut Analysen von 2020 entfielen mehr als 40 Prozent aller chinesischen Entwicklungskredite nach Lateinamerika auf Venezuela, und etwa 20 Milliarden US‑Dollar sind bis heute offen. Für die Regierung in Caracas bedeutete dies jahrzehntelang harte Deviseinnahmen, für Peking vor allem einen sicheren Energielieferanten und ein politisches Standbein in der Region.
Der anfängliche Enthusiasmus wich jedoch Ernüchterung. Venezuelas Wirtschaftspolitik und allgegenwärtige Korruption ruinierten das Land; die Ölförderung brach ein, und viele Infrastruktur‑Projekte scheiterten. Seit dem Machtantritt von Nicolás Maduro im Jahr 2013 haben chinesische Banken keine neuen umfassenden Kredite mehr vergeben, sondern lediglich bestehende Linien verlängert. Von den rund 60 Milliarden US‑Dollar sind noch immer etwa 20 Milliarden offen, doch aufgrund der drastisch gesunkenen Ölexporte fehlt Caracas das Geld für die Rückzahlung. Chinesische Firmen zogen sich aus diversen Projekten zurück, weil die Renditen ausblieben und die staatliche Ölgesellschaft PDVSA nicht mehr lieferfähig war.
Ölpartnerschaft unter Druck
Venezuela liefert weiterhin große Mengen Rohöl nach China. Im Juni 2025 stiegen die venezolanischen Ölexporte dank zusätzlicher Tanker für chinesische Kunden auf rund 844 000 Barrel pro Tag; rund 90 Prozent dieser Exporte gingen direkt oder über Zwischenhändler nach China. Bereits im Mai hatte China als Hauptabnehmer über 584 000 Barrel pro Tag erhalten und damit die Ausfälle in anderen Absatzmärkten kompensiert. Tatsächlich beziehen chinesische Raffinerien damit mehr als 90 Prozent des venezolanischen Rohöls.
Gleichzeitig hat die Struktur des Handels geändert. Aufgrund der US‑Sanktionen von 2019 dürfen die staatlichen Energiekonzerne Chinas keine venezolanischen Fässer mehr direkt kaufen, weshalb hauptsächlich unabhängige Raffinerien über Zwischenhändler agieren. Viele Lieferungen werden über Malaysia oder andere Hubs umdeklariert. Dieses Vorgehen macht die Transporte riskant und teuer. Als US‑Präsident Donald Trump im März 2025 25‑Prozent‑Zölle auf Waren aus Ländern verhängte, die venezolanisches Öl importieren, stoppten chinesische Händler vorübergehend ihre Käufe und warteten auf Anweisungen Pekings.
Die Exportabhängigkeit Venezuelas zeigt sich auch an der Innenpolitik: Mitte 2025 reiste Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nach Peking, um höhere Exporte auszuhandeln. China jedoch verhandelte Preise nach unten und verlangte größere Preisnachlässe. Berichten zufolge werden bis zu zehn Prozent der venezolanischen Rohölexporte direkt zur Schuldentilgung verwendet. Analysten in Caracas sehen darin ein Zeichen, dass sich die „strategische Partnerschaft“ in ein reines Gläubiger‑Schuldner‑Verhältnis verwandelt hat.
Kleine neue Investitionen – aber keine Rettung
Im August 2025 wurde bekannt, dass das private chinesische Unternehmen China Concord Resources Corp (CCRC) zwei Ölfelder am Maracaibo‑See übernimmt. CCRC will mehr als eine Milliarde US‑Dollar investieren und bis Ende 2026 rund 60 000 Barrel täglich fördern. Dieses Projekt ist eine seltene Ausnahme, denn die großen staatlichen Konzerne sind seit den US‑Sanktionen aus dem Land verschwunden. Der Vertrag unterstreicht, wie verzweifelt Caracas nach Kapital sucht: Investoren erhalten im Rahmen des sogenannten Anti‑Blockade‑Gesetzes eine Beteiligung an der Förderung, das als Reaktion auf die Sanktionen geschaffen wurde. Dennoch bleibt die vereinbarte Menge im Vergleich zur früheren Zusammenarbeit gering und beweist eher Chinas Vorsicht als neuen Enthusiasmus.
Warum zieht sich China zurück?
Mehrere Gründe erklären, warum Peking die enge Bindung zu Venezuela lockert. Erstens bleibt das südamerikanische Land trotz seiner Ölreserven wirtschaftlich ein Fass ohne Boden. Die jahrelange Misswirtschaft führte zu einem Einbruch der Fördermengen; Experten sprechen von einer der größten wirtschaftlichen Depressionen in der Region. Die Projekte, die mit chinesischem Kapital errichtet wurden, warfen kaum Profit ab. Zudem versickerte ein Teil der Kredite in Korruptionsnetzwerken und wurde nicht für produktive Investitionen genutzt. Zweitens erhöhen die US‑Sekundärsanktionen die Risiken. Wegen der drohenden Strafmaßnahmen verzichten viele chinesische Staatsunternehmen auf Direktimporte. Als Washington im Frühjahr 2025 ankündigte, 25‑Prozent‑Zölle auf Waren aus Staaten zu erheben, die venezolanisches Öl kaufen, legten chinesische Händler ihre Einkäufe auf Eis. Selbst Pekings diplomatische Proteste gegen „unilaterale Sanktionen“ änderten daran wenig.
Drittens ist Venezuela für China geopolitisch weniger wichtig als oft angenommen. Peking betrachtet das Land längst nicht mehr als ideologischen Bruder, sondern als risikoreiche Investition. Beobachter weisen darauf hin, dass China 2019 sogar ein „Öl‑gegen‑Hilfen“-Angebot machte, das wegen der venezolanischen Misswirtschaft nie umgesetzt wurde. Seit 2023 lieferten chinesische Rüstungsfirmen keine Waffen mehr nach Venezuela. Insgesamt sendet Venezuela zwar den Großteil seines Öls nach China, doch angesichts der geringen Gesamtkapazität ist das Volumen für Peking austauschbar. Vor diesem Hintergrund sehen viele chinesische Entscheidungsträger Venezuela als entlegenen, schwer verteidigbaren Außenposten.
Bilanz und Aussichten?
China hat Venezuela über zwei Jahrzehnte massiv unterstützt, doch die Realität hat die einst blumigen Versprechen überholt. Heute ist Peking vor allem daran interessiert, den noch ausstehenden Teil seiner Darlehen zurückzuerhalten und günstiges Öl zu beziehen. Neue Großkredite oder Militärhilfe bleiben aus, und selbst technologische Kooperationen sind auf Sparflamme. Venezuela wird zwar weiterhin Öl nach China liefern, doch diese Beziehung ist längst nicht mehr strategisch, sondern von gegenseitigem Misstrauen und niedrigen Erwartungen geprägt.
Die Kombination aus gigantischen Schulden, wirtschaftlicher Misere, politischen Risiken und US‑Sanktionen hat den Glanz der Partnerschaft verblassen lassen. Chinas Zurückhaltung zeigt, dass auch geopolitische Großmächte auf ihr Kosten‑Nutzen‑Kalkül achten. Für Venezuela bedeutet dies, dass die Hoffnung auf eine groß angelegte Rettung aus Peking schwindet – ein bitteres Eingeständnis für ein Land, das einst als Vorreiter eines „sozialistischen Bündnisses“ galt.
Weltordnung: Epochenwechsel?
Chinas Nukleargeheimnis‑Leak
Takaichis Neue Shōwa-Agenda
Indiens Selbstversorgungskurs
Putins Treue zu Kuba im Sturm
Chinas Angriff auf ASML
Chinas Chipangriff auf ASML
Indiens Nicobar-Trumpf
Kiew wieder in Putins Visier
Kiew setzt Moskau unter Druck
Donald Trump und sein Plan für Kanada