-
Linnemann: CDU will deutsche Verwaltung mit radikaler Fristenlösung beschleunigen
-
Syrische Armee vertreibt kurdische Kämpfer aus bisherigen Herrschaftsgebieten
-
Acht Tote durch Schneebretter in Österreich - Lawinengefahr in Alpen derzeit hoch
-
Grönländische Ministerin lobt Europas Reaktionen auf Trump - Macron nennt US-Zölle "inakzeptabel"
-
CDU-Politiker kritisieren Trumps Druck auf Nato-Partner im Konflikt um Grönland
-
"Sentimental Value" räumt bei Europäischem Filmpreis ab - Berliner Produzenten beteiligt
-
Knorr lässt Dampf ab: "Das war die Kirsche auf der Torte"
-
Buzzer-Drama gegen Serbien: Gislason nimmt Schuld auf sich
-
Überschattet von Protesten: Hertha und Schalke mit Remis
-
EM: Frankreich und Norwegen in der Hauptrunde
-
Dämpfer gegen Serbien: Handballer bangen um EM-Hauptrunde
-
Trump eskaliert Streit um Grönland: Zölle gegen acht europäische Staaten
-
Zolldrohungen Trumps wegen Grönland: EU warnt vor "gefährlicher Abwärtsspirale"
-
Penalty-Krimi: Hockey-Frauen im EM-Finale
-
Perfekte Musiala-Rückkehr: Bayern deklassiert Leipzig
-
Erkrankung in der Familie: Draisaitl fehlt Edmonton vorerst
-
EM: Spanien und Frankreich souverän - Kroatien entgeht Blamage
-
Zeremonie in Paraguay: Handelsabkommen zwischen EU und Mercosur unterzeichnet
-
Guineas Ex-Militärmachthaber Doumbouya leistet Amtseid als neuer Präsident
-
Vertreter von EU und Mercosur-Staaten unterzeichnen Handelsabkommen
-
Trump kündigt wegen Grönland Zölle gegen Deutschland und andere europäische Länder an
-
Trotz Wirtz-Treffer: Liverpool patzt gegen Burnley
-
Merz schaut zu: BVB gewinnt spät
-
Sieg gegen Bayer: TSG hat Königsklasse im Visier
-
Tausende protestieren in Grönland gegen Trumps Übernahmepläne
-
Bob: Gesamtweltcupsieger Lochner unterstreicht Favoritenstatus
-
Biathlon: Zobel löst Olympia-Ticket bei Samuelsson-Sieg
-
Carrick-Debüt geglückt: United bremst City im Stadtderby aus
-
Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik
-
Uganda: Wahlkommission verkündet Wiederwahl von Langzeit-Präsident Museveni
-
Nach Ebnoutalib-Abgang: Elversberg stolpert in Nürnberg
-
Dresden gibt Rote Laterne an Fürth ab
-
Hamburger Hauptbahnhof: Kind steckt mit Kopf in Geländer fest - Rettungseinsatz
-
Karlspreis 2026 geht an früheren EZB-Chef Mario Draghi
-
Chamenei macht Trump für Opfer im Iran verantwortlich und droht "Aufrührern"
-
Snowboard: Hofmeister siegt auch in Bansko
-
"Bandenwerbung-Affäre": DFB übt Kritik an Ermittlungen
-
Tausende Dänen protestieren in Kopenhagen gegen Trumps Grönland-Ansprüche
-
Rallye Dakar: Al-Attiyah feiert sechsten Gesamtsieg
-
Monobob: Nolte erstmals Gesamtweltcupsiegerin
-
Schah-Sohn Pahlavi ruft zu neuen Protesten auf - Iran von Sicherheitskonferenz ausgeladen
-
Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite
-
US-Richterin schränkt Befugnisse von ICE-Beamten in Minnesota nach Protesten ein
-
Spahn fordert Abschaffung des Beleidigungsparagrafen zum Schutz von Politikern
-
Bankeinbruch in Gelsenkrichen: Polizei lädt Schließfach-Besitzer zur Vernehmung
-
"Super Chance": Beltz traut Lys in Melbourne viel zu
-
Aufenthaltsort von Ugandas Oppositionschef Bobi Wine nach Wahlen ungewiss
-
Nordrhein-Westfalen: Zwei Tote nach Zusammenstoß zweier entgegenkommender Autos
-
Geiger stürzt in Sapporo ab - Prevc siegt trotz Problemen
-
US-Richterin schränkt Maßnahmen von ICE-Beamten in Minnesota nach Protesten ein
Welt-Artenschutzkonferenz: Forderung nach neuen Schutzmaßnahmen für Aale abgelehnt
Bei der Welt-Artenschutzkonferenz im usbekischen Samarkand sind Bemühungen um einen stärkeren Schutz für Aale gescheitert. Die EU konnte sich mit ihrer Forderung, alle Aal-Arten in den Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (Cites) aufzunehmen, am Donnerstag nicht durchsetzen. In einer geheimen Abstimmung sprachen sich fast 75 Prozent der Teilnehmerstaaten dagegen aus.
Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) gilt als vom Aussterben bedroht und unterliegt seit 2009 einem Handelsverbot. Die EU und Panama pochten darauf, den Schutz auf die übrigen Aal-Arten auszuweiten. Sie argumentieren, dass Aale als Jungfische - dem Zeitpunkt, an dem sie üblicherweise gehandelt werden - praktisch nicht voneinander zu unterscheiden sind. Dies birgt die Gefahr, dass stark gefährdete Europäische Aale versehentlich als wenig bedrohte Aal-Art verkauft werden.
EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall sagte am Donnerstag in Brüssel, es sei trotz des Scheiterns der Abstimmung "wichtig, weiterzumachen". Die EU sei weiterhin davon überzeugt, "dass die Situation der Aale schlecht und die Lage dringend ist", betonte Roswall. Brüssel werde daher weiter mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, "um Lösungen zu finden".
Japan, wo besonders viel Aal gegessen wird, lehnte den Vorschlag ab, weitere Aal-Arten unter Schutz zu stellen und betrieb intensiv Lobby-Arbeit. In einer mehr als 100-seitigen Stellungnahme warnten japanische Vertreter, ein solcher Schritt drohe "die Glaubwürdigkeit" der Artenschutzkonferenz zu untergraben und könne "Wilderei und Schmuggel" Tür und Tor öffnen, zudem würden die Preise für Aale steigen. Mehrere afrikanische Staaten lehnten die Maßnahme ebenfalls ab und warnten vor einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand.
Das Abstimmungsergebnis sei "nicht sehr überraschend", sagte Oliver Tallowin von der Weltnaturschutzunion (IUCN). Andrew Kerr von der NGO Sustainable Eel Group beklagte, dass "die kurzfristigen kommerziellen und finanziellen Aspekte" die Debatte dominiert hätten. Der Handel mit Aalen sei das "größte Verbrechen gegen Wildtiere" weltweit. Es sei aber ein Erfolg, dass in Samarkand weitere Diskussionen über Datenerhebungen zum Aal und den Schutz dieser Fischart geplant seien.
Bei dem Treffen in Usbekistan beraten seit Montag Experten aus mehr als 180 Ländern über Schutzbestimmungen für zahlreiche Tierarten. Die Konferenz bringt die Unterzeichnerstaaten des Artenschutzübereinkommens Cites zusammen, das den internationalen Handel mit Wildtieren und -pflanzen regelt und derzeit rund 36.000 Arten umfasst.
Bei der bis zum 5. Dezember dauernden Konferenz soll unter anderem das umstrittene Vorhaben diskutiert werden, Regierungen den Verkauf von Elfenbein und Rhinozeros-Hörnern zu erlauben. Die Befürworter argumentieren, durch den Verkauf von Vorräten könnten Regierungen Artenschutzbemühungen finanzieren. Tierschutzorganisationen warnen dagegen, damit könne auch der illegale Handel befeuert werden.
Auch Forderungen nach einem besseren Schutz für mehrere Hai- und Rochenarten stehen auf der Agenda der Konferenz. Der Weißspitzen-Hochseehai soll als vom Aussterben bedroht eingestuft und damit unter die höchste Schutzstufe gestellt werden. Experten erwarten, dass dieser Vorschlag die notwendige Zweidrittelmehrheit bekommt. Geforderte Handelsbeschränkungen für Walhaie und Schlinghaie dürften dagegen für Streit sorgen.
Die Umweltorganisation WWF erklärte am Donnerstag, es sei "dringend notwendig, die bestehenden aber teils erfolglosen Handelsbeschränkungen für Walhaie, Weißspitzen-Hochseehaie sowie Manta- und Teufelsrochen durch ein Handelsverbot zu ersetzen". Bei der Artenschutzkonferenz seien aber "zähe Verhandlungen und Diskussionen" zu erwarten.
L.Wyss--VB