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Hitler-Verherrlichung durch KI-Chatbot: Brüssel "im Kontakt" mit Onlinedienst X
Nach einer Reihe von Hitler-Verherrlichungen durch den Chatbot Grok auf der Online-Plattform X steht die EU-Kommission nach eigenen Angaben "im Kontakt" mit dem Unternehmen von US-Multimilliardär Elon Musk. Die Behörde nehme die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellten Kommentare des Dialogsystems "sehr ernst" und werde "zu gegebener Zeit reagieren", sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel.
Auf X veröffentlichte Bildschirmfotos hatten in den vergangenen Tagen gezeigt, wie der Chatbot Adolf Hitler verherrlichte und antisemitische Antworten auf Nutzerfragen gab. Andere Beiträge zeigten abwertende Aussagen zum Islam. Außerdem beleidigte Grok den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, ein türkisches Gericht sperrte die Beiträge daraufhin.
In Brüssel läuft seit Dezember 2023 ein Verfahren gegen X. Die EU-Kommission wirft der Plattform unter anderem vor, Falschinformationen und verbotene Inhalte nicht konsequent genug zu löschen. Maßgeblich sind nationale Gesetze - die Verherrlichung der Gewaltherrschaft der Nazis ist in Deutschland strafbar.
Der Kommissionssprecher erklärte am Donnerstag, die Kommission betrachte den KI-Chatbot Grok als Teil der Plattform X. Die Beiträge der vergangenen Tage können damit in die laufenden Ermittlungen gegen den Onlinedienst einfließen.
S.Leonhard--VB