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Witkoff: "Bedeutende Fortschritte" bei Gesprächen in Moskau und Kiew erzielt
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat die Gespräche in Moskau und Kiew über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine als erfolgreich bezeichnet und die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche angedeutet. "Es wurden bedeutende Fortschritte erzielt", erklärte Witkoff am Montag im Onlinedienst X. Es habe auch "Bewegung bei der Planung weiterer trilateraler Gespräche" gegeben, fügte Witkoff hinzu.
Die beiden US-Gesandten Witkoff und Jared Kushner waren am Wochenende nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. Sie trafen sich am Samstag in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und tags darauf mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew.
Nach Angaben der französischen Präsidentschaft informierten die US-Gesandten die europäischen Vertreter in Kiew darüber, dass Russland eine "neue Bereitschaft" zeige, über den Ukraine-Krieg zu verhandeln. "Die Amerikaner haben uns gesagt, dass es eine neue Bereitschaft auf Seiten Russlands gibt, nach den Duma-Wahlen zu verhandeln, und dass wir uns auf einen Neustart der Verhandlungen vorbereiten sollten", sagte ein Mitarbeiter von Präsident Emmanuel Macron. Dabei verwies er auf die Parlamentswahl in Russland vom 18. bis 20. September.
Witkoff und Kushner hatten Selenskyj am Sonntag über ihre Gespräche mit Putin informiert. Zudem brieften sie die in Kiew anwesenden Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens.
Die US-Vertreter hätten ihren europäischen Gesprächspartnern "die Parameter dieser Verhandlungen nicht näher erläutert", sagte der Elysée-Vertreter, der nicht namentlich genannt werden sollte. Die Vorschläge Washingtons seien nicht öffentlich gemacht worden. Das neue Engagement der USA sei jedoch "ermutigend".
Selenskyj kündigte unterdessen die Vorbereitung der nächsten diplomatischen Schritte an. "Wir koordinieren unsere nächsten Etappen. Wir bereiten die nächsten Treffen und Gespräche vor", erklärte Selenskyj im Onlinenetzwerk Facebook. "Die Vorschläge der Ukraine sind konstruktiv und werden dies immer sein", fügte er hinzu.
"Ich hatte auch ein Einzeltreffen mit Steve und Jared, um über das Ergebnis des Tages zu beraten." Das Wichtigste sei, "weiter zusammenzuarbeiten". Nach den Diskussionen mit den Gesandten des US-Präsidenten habe er sich mit dem ukrainischen Verhandlungsteam getroffen, sagte Selenskyj.
Am Montag hatte sich auch Russland offen gezeigt für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. "Auch wir schließen eine Wiederaufnahme des trilateralen Formats nicht aus", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Es sei aber noch zu früh, um über einen möglichen Ort oder genaue Termine für solche Treffen zu sprechen. Jeder "Versuch (...) stellt einen Schritt Richtung Frieden dar", fügte Peskow hinzu. Er dankte den US-Unterhändlern für ihre jüngste Initiative.
Wegen des Iran-Krieges waren Initiativen aus Washington für eine Verhandlungslösung im Ukraine-Konflikt in den vergangenen Monaten ausgeblieben. Kürzlich hatte US-Präsident Trump dann einen neuen diplomatischen Vorstoß angekündigt und erklärt, Witkoff und sein Schwiegersohn Kushner hätten einen Plan "zur Beendigung des Krieges".
J.Marty--VB