-
NBA: Dritter Sieg in Serie für Orlando
-
Spannung durch Elektroboost: Russell gewinnt in Melbourne
-
US-Botschaft in Oslo von Explosion erschüttert - Keine Verletzten
-
BVB-Coach Kovac macht es kurz: "Nicht zufrieden"
-
"Verrückt da draußen": Schumachers erste Oval-Erfahrung
-
Technische Probleme bei Hülkenberg - kein Start in Melbourne
-
"Sehr dominante" DFB-Frauen auf WM-Kurs - Wück dankt Berger
-
Drama um Piastri: Crash vor dem Start
-
Mindestens vier Tote nach israelischem Angriff auf Hotel in Beirut
-
Kolumbianer wählen neues Parlament
-
Gut zehn Millionen Menschen zu Kommunalwahl in Bayern aufgerufen
-
Landtagswahl in Baden-Württemberg: Enges Rennen von CDU und Grünen erwartet
-
Erneut Angriffe aus Kuwait, Katar und Saudi-Arabien gemeldet
-
Trump macht Teheran für Angriff auf Schule im Iran verantwortlich
-
Zeremonie im Beisein Trumps: Leichen von im Iran-Krieg getöteten Soldaten in die USA überführt
-
Ricken bestätigt: Brandt verlässt BVB im Sommer
-
Netanjahu: Setzen Angriffe auf den Iran "mit all unserer Kraft" fort
-
In Überzahl: BVB vergrößert Kölns Abstiegsängste
-
Torhungrige DFB-Frauen dominieren Klassiker in Norwegen
-
Iran lehnt Kapitulation ab und setzt Vergeltungsattacken fort - Heftige US-israelische Angriffe
-
Medien: Expertenrat im Iran will binnen 24 Stunden Chamenei-Nachfolger wählen
-
Trump: Kubanische Regierung erlebt ihre "letzten Momente"
-
Irans Justizchef: Angriffe auf Unterstützer der USA und Israels werden weitergehen
-
Pleite gegen HSV: Bauer droht das Aus in Wolfsburg
-
Vor Kracher-Tagen: Bayer nur mit Remis in Freiburg
-
Nach 80-km-Solo: Pogacar gewinnt Strade Bianche
-
USA nutzen inzwischen Luftwaffenstützpunkte in Großbritannien für Iran-Krieg
-
Mehr als 1600 Unternehmen kritisieren Energiepolitik der Bundesregierung
-
Popstar Harry Styles begeistert Fans mit Konzert zum Album-Start
-
Kritik an Münchener Bürgermeister Reiter nach rassistischer Äußerung
-
Israel fliegt massive Angriffswelle auf Iran - Golfstaaten erneut im Visier Teherans
-
Zurück auf Platz zwei: Darmstadt verschärft Kieler Krise
-
Auswärtsserie beendet: Fortuna besteht beim FCN
-
Biathlon: Starke Fichtner verpasst Podest knapp
-
FC Bayern: Neuer fällt erneut aus
-
Para-Biathlon: Bronze für Walter im Sprint
-
Mindestens elf Tote bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Ukraine
-
Para-Biathlon: Maier holt Bronze
-
Trump kündigt "sehr harte" Angriffe im Iran an und droht mit Ausweitung der Ziele
-
Bahngewerkschaft warnt vor Personalflucht wegen zunehmender Gewalt
-
Nagelsmann-Aussagen für Goretzka kein "Freifahrtschein"
-
Aicher patzt im Kugel-Kampf: Statt Gejagte jetzt Jägerin
-
Bundeslandwirtschaftsministerium bekräftigt: Ausnahmen vom Mindestlohn nicht möglich
-
Nach iranischem Angriff: Flughafen Dubai stellt vorübergehend Betrieb ein
-
Goldener Auftakt: Forster triumphiert in der Abfahrt
-
Iran: Mindestens acht Tote bei erneuten israelischen Angriffen
-
Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung
-
Flughafen Dubai stellt nach iranischem Angriff auf Emirate erneut Flugbetrieb ein
-
"Schlechteste Autos": Norris und Verstappen zerlegen Formel 1
-
Massive russische Raketen- und Drohnenangriffe auf Ukraine - mindestens sechs Tote
Diskussion um Umbenennung von "Anne Frank"-Kita: Tangerhütter Stadtrat dagegen
Pläne für eine Umbenennung der Kindertagesstätte "Anne Frank" in Tangerhütte in Sachsen-Anhalt haben für Diskussionen gesorgt. Nach Kritik unter anderem des Internationalen Auschwitz Komitees erklärte Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) am Montag, dass aktuell dazu keine Entscheidung anstehe. Der Stadtrat von Tangerhütte kündigte an, die Umbenennung der städtischen Kita einhellig abzulehnen.
Am Mittwoch werde sich der Stadtrat "einstimmig gegen das Ansinnen einer Umbenennung der Kita positionieren", sagte der Stadtratsvorsitzende Werner Jacob (CDU) am Montag der "Welt". Alle Fraktionsvorsitzenden unterstützen demnach ein entsprechendes Positionspapier der CDU. Darin fordern die Stadtratsfraktionen den Bürgermeister auf, "dieser Umbenennung eine klare Absage zu erteilen".
Zuvor hatte die "Magdeburger Volksstimme" berichtet, das Kuratorium der Kita habe sich für einen neuen Namen ausgesprochen. Die Kita soll demnach künftig nicht mehr nach dem jüdischen Mädchen, sondern "Weltentdecker" heißen. Die Leiterin der Kita sagte der Zeitung unter anderem, die Geschichte des jüdischen Mädchens sei für kleine Kinder schwer zu fassen.
Bürgermeister Andreas Brohm erklärte am Montag, über eine Namensänderung werde im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Kita hin zu einem Konzept der offenen Arbeit schon länger diskutiert. Mitarbeiter und Kuratorium hätten diesen Prozess maßgeblich mitgestaltet. Dabei sei bereits Anfang des Jahres auch die Diskussion aufgekommen, die grundlegende Änderung des Kitakonzepts durch einen anderen Namen für die Einrichtung "auch nach außen hin sichtbar zu machen", erklärte der Politiker.
Brohm zufolge gingen dazu "viele konstruktive Anregungen und Vorschläge" ein, die "dem Abwägungsprozess eine neue Dynamik verleihen". "Diese Diskussionen laufen immer noch, ohne dass aktuell eine Entscheidung darüber anstünde", fügte er hinzu.
In der gemeinsamen Stellungnahme der Stadtratsfraktionen, die der "Welt" vorlag, heißt es, die Angaben der Kitaleitung, der Name Anne Frank sei ungeeignet und Kindern schwer vermittelbar, zeuge "eher von einer Geschichtsvergessenheit der Verantwortlichen" und politischer Naivität. Diese Geschichtsvergessenheit sei ein "Nährboden für Verschwörungstheorien und Demokratiefeindlichkeit bis hin zum Antisemitismus".
"Erinnerungskultur hat einen Sinn, denn wir sind es unseren Kindern und nachfolgenden Generationen schuldig zu erklären, was es bedeutet in Frieden und Freiheit zu leben", heißt es weiter in der Stellungnahme. Jacob zufolge gibt es bislang keinen Antrag zur Umbenennung.
Der Bürgermeister will den Prozess nach eigenen Angaben "moderierend und gleichzeitig fest verankert auf dem Fundament unserer freiheitlichen Grundordnung begleiten". Zugleich betonte Brohm, Tangerhütte stehe "für ein weltoffenes Deutschland, das sich gleichzeitig seiner historischen Verantwortung genauso bewusst ist wie seinem Bildungsauftrag".
Die Pläne zur Umbenennung der Kita hatten Kritik ausgelöst. Das Internationale Auschwitz Komitee sprach von "törichten Argumenten". "Wenn man die eigene Geschichte gerade in diesen Zeiten von neuem Antisemitismus und Rechtsextremismus so leichtfertig abzuräumen bereit ist und der Name von Anne Frank im öffentlichen Raum als ungeeignet wahrgenommen wird, kann einem im Blick auf die Erinnerungskultur in unserem Lande nur angst und bange werden", erklärte Vizepräsident Christoph Heubner am Sonntag.
Der Verein Miteinander, der in Sachsen-Anhalt seit Jahren gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus kämpft, nannte die geplante Namensänderung in einer Zeit des erstarkenden Antisemitismus "ein falsches Signal". Gerade jetzt brauche es "ein historisches Bewusstsein", erklärte der Verein am Wochenende.
Anne Frank, deren Tagebuch weltberühmt wurde, gilt als Symbol der Menschlichkeit inmitten des Holocausts. Zwischen 1942 und 1944 versteckte sich die jüdische Familie Frank in einem Hinterhaus an der Amsterdamer Prinsengracht vor den Nazis. Sie wurde jedoch verraten und von der Gestapo festgenommen.
Die 15-jährige Anne und ihre 19 Jahre alte Schwester Margot starben 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus, ihre Mutter in Auschwitz. Nur Annes Vater Otto Frank überlebte. Er veröffentlichte das Tagebuch seiner Tochter und wandelte das Haus in ein Museum um.
A.Ammann--VB