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Prozess gegen mutmaßlichen Mitarbeiter von syrischem Geheimdienst in Koblenz begonnen
Vor dem Oberlandesgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz hat am Montag ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Mitarbeiter des syrischen Geheimdiensts begonnen. Angeklagt ist der 48-Jährige unter anderem wegen Mordes in 70 Fällen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er soll zwischen April 2011 und April 2012 während des Bürgerkriegs als Wärter in einem Gefängnis des syrischen Geheimdiensts gearbeitet haben.
Der Mann soll an weit mehr als hundert Verhören beteiligt gewesen sein und über 115 Gefangene gefoltert haben. Unter anderem soll er ihnen Stromstöße und Schläge versetzt haben. Als Folge der katastrophalen und lebensfeindlichen Haftbedingungen sollen täglich mindestens vier bis fünf Menschen gestorben sein.
Während der Dienstzeiten des 48-Jährigen seien mindestens 70 Gefangene gestorben. Dies habe er billigend in Kauf genommen. Der 48-Jährige wurde im Mai festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bis Ende Juli wurden 19 Fortsetzungstermine angesetzt.
M.Vogt--VB