Volkswacht Bodensee - "Inakzeptable Bedingungen": Golfstar Rahm verlässt LIV-Tour

Börse
SDAX -1.18% 18169.69 €
DAX -1.37% 25104.36 €
TecDAX -1.25% 4048.53 €
Euro STOXX 50 -1.49% 6180.29 €
MDAX -1.43% 30112.41 €
Goldpreis -1.32% 4132.6 $
EUR/USD -0.57% 1.1199 $
"Inakzeptable Bedingungen": Golfstar Rahm verlässt LIV-Tour
"Inakzeptable Bedingungen": Golfstar Rahm verlässt LIV-Tour / Foto: © SID

"Inakzeptable Bedingungen": Golfstar Rahm verlässt LIV-Tour

Der spanische Golfstar Jon Rahm verlässt die in finanzielle Schieflage geratene LIV-Tour. Wie sein Anwalt am Mittwoch mitteilte, habe der 31 Jahre alte Rahm die "Bedingungen" der umstrittenen Turnierserie geprüft und für "inakzeptabel" befunden. Für die LIV-Tour, die im September nach dem Rückzug des saudi-arabischen Staatsfonds PIF als Hauptgeldgeber einen Insolvenzantrag in den USA gestellt hatte, ist das ein herber Schlag.

Textgröße:

2022 hatte die Gründung der LIV-Tour zur Spaltung innerhalb des Profigolfs geführt. Neben Bryson DeChambeau war der zweimalige Majorsieger und ehemalige Weltranglistenerste Rahm der prominenteste Golfer gewesen, der der traditionsreichen PGA-Tour den Rücken gekehrt hatte, um sich der von Saudi-Arabien unterstützten Serie anzuschließen.

Laut Rahms Anwalt gebe es nun "fortgeschrittene Gespräche über eine einvernehmliche Trennungsvereinbarung zwischen Herrn Rahm und LIV", wie er bei einer Anhörung vor einem US-Insolvenzgericht in New Jersey mitteilte. Diese Vereinbarung werde voraussichtlich im nächsten Monat dem Gericht vorgelegt, fügte er hinzu. "Sollten die Parteien aus welchen Gründen auch immer keine einvernehmliche Trennungsvereinbarung erzielen können, beabsichtigt Herr Rahm, seinen Einspruch" auf rechtlichem Wege durchzusetzen.

Gut fünf Monate nach dem angekündigten Rückzug des saudi-arabischen Staatsfonds PIF als Hauptgeldgeber hatte LIV im September einen Insolvenzantrag in den USA gestellt. Aus Unterlagen der Insolvenzanträge geht hervor, dass LIV geschätzte Verbindlichkeiten in Höhe von bis zu einer Milliarde US-Dollar gegenüber Gläubigern, darunter auch Starspielern, haben könnte.

Dennoch soll es eine Zukunft für das Projekt geben, in das der Staatsfonds geschätzte fünf Milliarden Dollar investiert hatte. Als "LIV 2.0" und mithilfe eines neuen Investors will man zukünftig neu durchstarten. Die Verantwortlichen der Tour haben einen verkürzten Spielplan und reduzierte Preisgelder skizziert, mit Turnieren auf fünf Kontinenten, unter anderem in Australien, Südafrika, Mexiko, England, Hongkong und den USA.

Jedoch hatte es schon vor Rahms Entscheidung Berichte über den nahenden Abgang mehrerer Stars und eine mögliche Rückkehr zur PGA-Tour gegeben. Die PGA erklärte ihrerseits allerdings zuletzt, sie plane derzeit nicht, LIV-Spielern einen Weg zurück zu ermöglichen.

B.Wyler--VB