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USA wie entfesselt: Auch Tom Cruise jubelt mit
Das dürfte auch Donald Trump gefallen haben: Einen Tag nach einem Anruf des Präsidenten ist die Fußball-Nationalmannschaft der USA mit einer eindrucksvollen Leistung als letzter der drei Gastgeber in die WM 2026 gestartet. Bejubelt von einem enthusiastischen Publikum im Football-Tempel von Los Angeles gewann die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino 4:1 (3:0) gegen Paraguay - und musste sich nach dem überzeugenden Auftritt allenfalls vorwerfen lassen, nicht noch höher gewonnen zu haben.
32 Jahre nach der ersten WM auf amerikanischem Boden gingen die Gastgeber durch ein erzwungenes Eigentor von Damian Bobadilla in Führung (9.). Folarin Balogun von der AS Monaco brachte das Stadion noch vor der Pause ein zweites und ein drittes Mal zum Beben (31., 45.+5), zwischendurch wurde ein weiterer Treffer des 24 Jahre alten Mittelstürmers wegen Abseits aberkannt (28.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Gladbacher Giovanni Reyna (90.+8).
Paraguay, WM-Viertelfinalist 2010 und zum ersten Mal seitdem wieder bei einer Endrunde dabei, stand dem Sturm und Drang der in der ersten Halbzeit wie entfesselt spielenden Amerikaner erschreckend hilflos gegenüber. Erst nach der Pause, als es das US-Team etwas ruhiger angehen ließ, kamen die Südamerikaner ein paar Mal aussichtsreich nach vorne - eine Gelegenheit nutzte Mauricio (73.).
Trump hatte am Vorabend des Spiels Pochettino angerufen und ihm dabei versichert, er sei ein "fantastischer Typ" und ein "fantastischer Trainer", zudem "weiß ich", ergänzte der Staatschef, "wie großartig die Spieler sind. Ich denke, Sie haben eine wirklich gute Chance, es ganz bis nach oben zu schaffen". Zunächst mal treffen die USA am Freitag (Ortszeit) in Seattle auf Australien.
Trump selbst war nicht gekommen, dafür wohnte US-Außenminister Marco Rubio an der Seite von FIFA-Boss Gianni Infantino dem Spiel bei. Auf der Tribüne hatte sich zahlreiche Prominenz versammelt, darunter Tom Cruise, der von Buddy David Beckham und dessen Frau Victoria begleitet wurde. Gesichtet wurden dazu unter anderem Oscar-Preisträgerin Halle Berry, Hotel-Erbin Paris Hilton oder Basketball-Legende Kareem Abdul-Jabbar.
Die Startformation der USA war identisch mit jener, die sechs Tage zuvor beim letzten Testspiel gegen Deutschland (1:2) begonnen hatte - mit einer Ausnahme. Abwehrchef Chris Richards war rechtzeitig fit geworden. Der ehemalige Profi des FC Bayern hatte sich nach dem Sieg im Finale der Europa League mit Crystal Palace am letzten Spieltag der Premier League verletzt.
Richards war zunächst weitgehend beschäftigungslos. Die Gastgeber legten vor einem erwartungsfrohen Publikum los, als gelte es, das Spiel innerhalb der ersten zehn Minuten zu entscheiden. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Bobadilla lenkte einen gefährlichen Querpass des ehemaligen Schalkers Weston McKennie in den Strafraum ins eigene Netz.
Der Treffer löste eine derart heftige Explosion der Gefühle auf den Rängen aus, dass die Tribünen buchstäblich vibrierten. Nach den beiden Treffern von Balogun, der Vorlagen des auffälligen ehemaligen Dortmunders Christian Pulisic und des Leverkuseners Malik Tillman nutzte, wiederholte sich das Spektakel. Pulisic spielte nur eine Halbzeit - die allerdings war überzeugend.
M.Vogt--VB