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WM: DFB-Elf winkt Rekordprämie
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft würde im Falle einer erfolgreichen Mission fünfter Stern bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada eine Rekordprämie einstreichen. Einen konkreten Betrag nennt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zwar nicht, Geschäftsführer Andreas Rettig aber bekräftigte: "Wenn die Mannschaft Weltmeister wird, gibt es mehr als in Katar, weil deutlich mehr reinkommt."
Der Titel bei der Wüsten-WM vor dreieinhalb Jahren hätte jedem Nationalspieler eine Prämie in Höhe von 400.000 Euro beschert. Allerdings schied der viermalige Weltmeister wie 2018 in Russland bereits in der Vorrunde aus. Die Weltmeister von 2014 sahnten noch 300.000 Euro pro Spieler ab.
Rettig betonte, es habe mit der Mannschaft um Kapitän Joshua Kimmich "keine harten Verhandlungen" gegeben. Das Team sei so sehr von sich überzeugt, dass die Prämie bei einem frühen Aus "gegen null" gehe. Stattdessen heiße es: "Dafür wollen wir hinten raus, wenn wir Weltmeister werden, einen Schnaps mehr." Jonathan Tah bestätige, dass man "kurz vor" der endgültigen Einigung sei und es gut aussehe.
Wegen der hohen Kosten beim Turnier und weil die FIFA-Preisgelder in Dollar ausgeschüttet werden, hat der DFB bei der Prämienfrage "einen Puffer drin", wie Rettig betonte. Der Grundtenor im Gespräch mit der Mannschaft sei gewesen: "Spielt Fußball und guckt, dass ihr den Titel oder Erfolge holt - und dann werden wir euch nichts vom Gehalt abziehen."
Die Prämienfrage wurde bei vergangenen Turnieren mitunter heiß diskutiert. Die ersten deutschen Weltmeister 1954 erhielten nach dem "Wunder von Bern" eine Einsatzprämie von 200 D-Mark pro Spiel, für den Titel gab es 1000 Mark obendrauf. Außerdem erhielten Fritz Walter und die anderen einen Fernseher, einen Lederkoffer und einen Motorroller.
Für den Triumph von München 1974 gab es für Franz Beckenbauer und seine Mitspieler nach einem handfesten Prämienstreit im Vorfeld 70.000 Mark und einen VW-Käfer. Als der "Kaiser" die DFB-Elf 1990 als Teamchef auf den WM-Thron geführt hatte, wurde dies mit 125.000 Mark je Spieler entlohnt.
H.Weber--VB