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"War blöd von mir": Nagelsmann entschuldigt sich bei Undav
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich nach unglücklichen Aussagen über Deniz Undav beim Nationalstürmer entschuldigt - auch auf Anraten seiner Ehefrau. "Es war nicht richtig und war auch in der Schärfe für die Öffentlichkeit viel zu forsch", berichtet Nagelsmann in der Talk-Reihe "Bestbesetzung" bei MagentaTV (Ausstrahlung um 19.00 Uhr) und betont: "Da habe ich gesagt: 'War blöd von mir, tut mir leid.'"
Diese Erkenntnis sei auch im Dialog mit seiner Frau Lena gereift. "Sie ist ein Mensch, der mich super reflektiert, der mir natürlich auch ins Gesicht sagt, wenn irgendwas nicht gut war. Beispiel Deniz Undav. Ich habe ihr gesagt, ich werde ihn anrufen, und dann hat sie gesagt: Ja, das rate ich dir auch. So kann man es zusammenfassen", sagt Nagelsmann.
Der Bundestrainer hatte am Rande der jüngsten Länderspiel-Maßnahme mit Partien gegen die Schweiz (4:3) und Ghana (2:1) immer wieder über die Jokerrolle des formstarken Stuttgarter Angreifers Undav reden müssen. Nachdem der VfB-Profi den Sieg über die Afrikaner als Einwechselspieler in "seinem" Stadion sichergestellt hatte, mäkelte Nagelsmann unter anderem: "Wenn er vorher 70 Minuten marschiert, weiß ich nicht, ob er ihn so reinmacht. Es war schon ein langer Schritt, der nach 70 Minuten – auch im Hinblick auf den Sommer bei 42 Grad – für ihn schwierig sein kann."
Diese Aussage bereue er nun. "Es war ein unnötiger Satz, für den ich mich auch direkt am nächsten Tag bei Deniz entschuldigt habe. Das hat er Gott sei Dank angenommen und es ist auch alles in bester Ordnung zwischen uns." Er habe sich "in dem Moment einfach ein bisschen triggern lassen von sehr vielen Nachfragen zu ein und demselben Thema".
Undav, den Nagelsmann mit Blick auf die WM als "Herausforderer" sieht, habe gezeigt, dass er "als Joker eine gute Rolle spielen kann". An dieser Rolle könne sich jedoch "immer auch etwas ändern. Aber das betrifft nicht nur Deniz, sondern alle Spieler."
C.Kreuzer--VB