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Golfstar Woods plädiert auf "nicht schuldig" und nimmt Auszeit
Golfstar Tiger Woods hat nach seinem Autounfall auf "nicht schuldig" plädiert und eine längere Auszeit angekündigt. "Ich bin mir der Schwere der Situation, in der ich mich heute befinde, bewusst", erklärte Woods am Dienstag in einer Stellungnahme. Er werde sich "für eine gewisse Zeit zurückziehen, um mich in Behandlung zu begeben und mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren."
Die Pause auf unbestimmte Zeit sei "notwendig, damit ich meinem Wohlbefinden Vorrang einräumen und auf eine dauerhafte Genesung hinarbeiten kann." Folglich ist auch eine Teilnahme am Masters in Augusta (ab 9. April), über die zuletzt spekuliert worden war, endgültig vom Tisch. Der 15-malige Major-Sieger war am vergangenen Freitag an seinem Wohnort Jupiter Island mit seinem Wagen verunglückt.
Woods wurde in der Folge festgenommen und wegen Fahruntüchtigkeit und Verweigerung eines Urintests angeklagt. Einen Atemalkoholtest hatte er an der Unfallstelle bestanden, die Überprüfung seines Urins jedoch abgelehnt. Der 50-Jährige war nach Hinterlegung einer Kaution am Freitagabend aus dem Gefängnis entlassen worden. Vor dem Bezirksgericht von Martin County plädierte Woods auf "nicht schuldig", verzichtete auf die geplante Anklageverlesung und beantragte ein Schwurgerichtsverfahren.
Im Unfallbericht des Sheriff-Büros von Martin County gaben die Behörden derweil an, Woods habe vor dem Unfall "erklärt, er habe auf sein Handy geschaut und den Radiosender gewechselt und dabei nicht bemerkt, dass das vor ihm fahrende Fahrzeug langsamer geworden war". Die Beamten des Sheriff-Büros hielten in dem Bericht fest, dass Woods "stark schwitzte", und beschrieben seine Bewegungen als "träge und langsam", wobei sie feststellten, dass seine Augen "blutunterlaufen und glasig" waren und er beim Gehen "hinkte und nach rechts stolperte".
Die Polizei gab in dem Bericht an, dass bei Woods zwei Hydrocodon-Tabletten, ein Opioid-Schmerzmittel, gefunden wurden und er zum Zeitpunkt seiner Festnahme offenbar nicht in der Lage gewesen war, ein Fahrzeug sicher zu führen.
Schon 2021 hatte Woods in Kalifornien bei einem Unfall schwere Beinverletzungen erlitten. Damals war Rasen die Ursache; Woods war mit gut 140 km/h unterwegs gewesen. In der Folge musste er mehrmals operiert werden. 2017 war er von der Polizei schlafend am Steuer seines beschädigten Wagens gefunden worden. Woods bekannte sich schließlich des rücksichtslosen Fahrens schuldig und gab an, eine Mischung aus Schmerzmitteln eingenommen zu haben.
C.Bruderer--VB