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Strafrunde Preuß: Deutsche Frauen-Staffel Vierte
Die deutsche Biathlon-Staffel der Frauen hat nach einem erneuten Fauxpas von Franziska Preuß eine Olympia-Medaille überraschend verpasst. Das Quartett mit Julia Tannheimer, Preuß, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt kam in Antholz nach 4x6 Kilometern auf Rang vier. Eine Strafrunde von Preuß sowie acht Nachlader waren letztlich zu viel für den Sprung aufs Podium, 21,5 Sekunden fehlten zu Bronze. Erstmals überhaupt blieb sowohl die Männer- als auch die Frauen-Staffel ohne Olympia-Medaille, bislang gab es für die Biathleten in Italien lediglich Mixed-Bronze.
Tannheimer zeigte mit zwei Nachladern zum Start eine starke Leistung, übergab in der ersten Verfolgergruppe hinter Schweden. Preuß ging vor den Augen von Edelfan Jürgen Klopp mit einer perfekten Liegendserie in Führung, ehe sie das deutsche Team mit einer Strafrunde im Stehendanschlag deutlich ins Hintertreffen brachte. Hettich-Walz und Voigt konnten das Loch nicht mehr schließen. Vorne siegte Topfavorit Frankreich (1 Strafrunde +6 Nachlader) vor Schweden (1+7/+51,3 Sekunden) und Norwegen (0+7/+1:07,6 Minuten).
2022 hatte das Quartett mit Voigt, Vanessa Hinz, Preuß und Denise Herrmann-Wick in Peking Bronze gewonnen - und damit die erfolgreiche Tradition deutscher Staffeln fortgesetzt. Seit der Aufnahme der Frauenwettbewerbe ins olympische Biathlonprogramm 1992 hatte es in den Staffeln von Männern oder Frauen immer mindestens eine Medaille gegeben. Doch nachdem die Frauen zum dritten Mal nach 2014 und 2018 das Podest verfehlten, ist die historische Negativbilanz nach Platz vier der Männer-Staffel perfekt.
Preuß, die bislang bei den Winterspielen schon mehrmals große Probleme beim Stehendschießen hatte, wollte sich über die Staffel Selbstvertrauen für ihr finales Rennen bei Winterspielen holen - doch das misslang. Dabei soll sich im abschließenden Massenstart am Samstag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) der Traum von einer olympischen Einzelmedaille erfüllen. Neben der Gesamtweltcupsiegerin sind auch Voigt und Hettich-Walz für den Showdown über 12,5 Kilometer qualifiziert.
Bei den Männern steht bereits am Freitag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) mit dem Massenstart das letzte Olympia-Rennen an. Nach der Enttäuschung in der Staffel gehen Philipp Nawrath, David Zobel und Philipp Horn allerdings als Außenseiter ins Rennen.
T.Zimmermann--VB