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Das nächste Podest: Aicher glänzt auch im Slalom
Nach ihrem nächsten Coup huschte Emma Aicher ein Lächeln über das Gesicht. Beim Slalom im tschechischen Spindlermühle raste die 22 Jahre alte Alleskönnerin auf den dritten Rang - und damit auch in dieser Disziplin mitten hinein in den Kreis der Anwärterinnen auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison stand Aicher in einem Slalom als Dritte auf dem Treppchen.
Schneller als Aicher waren beim letzten Slalom vor Olympia nur die beiden besten Torläuferinnen des Winters: Mikaela Shiffrin (USA) deklassierte bei ihrem siebten Sieg im achten Rennen auch Weltmeisterin Camille Rast (Schweiz) - um 1,67 Sekunden. Sie gewann damit zugleich vorzeitig und bereits zum neunten Mal die kleine Kristallkugel für den Weltcup-Gesamtsieg im Slalom. Aicher lag 2,18 Sekunden hinter Shiffrin - und 0,03 Sekunden vor der viertplatzierten Katharina Truppe (Österreich).
Während Aicher nun in Abfahrt, Super-G und Slalom zum Kreis der Medaillenanwärterinnen gehört, ließ die optimistisch in die Saison gestartete Lena Dürr mit Rang zehn einen leichten Aufwärtstrend erkennen. Seit ihrem Ausscheiden beim Slalom Mitte Dezember in Courchevel hatte sie in einer Formkrise gesteckt, nun fuhr sie erstmals wieder unter die ersten zehn - allerdings betrug ihr Rückstand auf Aicher 1,5 Sekunden.
Aicher hatte bereits am Vortag überzeugt. Beim Riesenslalom, den die jetzt vierfache Saisonsiegerin Julia Scheib aus Österreich gewann, belegte sie Rang zehn - damit hat die Allrounderin nun in allen vier Disziplinen eine Platzierung unter den ersten zehn vorzuweisen.
Bei den Olympischen Spielen könnte Aicher fünf Mal an der Start gehen: In Cortina d'Ampezzo wird erstmals bei Winterspielen neben Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Slalom auch die Team-Kombination gefahren. Eine Mannschaft besteht dabei aus einer Abfahrerin und einer Slalomläuferin.
Vor der Anreise in die Dolomiten macht Aicher zunächst noch einen Schlenker nach Crans-Montana, zur Generalprobe für die WM 2027. Dass sie zur Schonung auf die Abfahrt am Freitag und den Super-G am Samstag verzichtet, ist nicht zu erwarten.
R.Braegger--VB