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Nach Schreckmoment: Uscins für EM-Auftakt wohl rechtzeitig fit
Linkshänder Renars Uscins wird für den EM-Start von Deutschlands Handballern in Dänemark wohl rechtzeitig fit. "Er sah verhältnismäßig frisch aus heute Morgen. Er wird heute wohl nicht trainieren oder nur sehr dosiert. Für das Spiel gegen Österreich sind wir zuversichtlich, da steht aber noch eine Untersuchung an. Der Fuß ist über Nacht nicht schlimmer geworden, das ist ein gutes Zeichen", sagte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton am Montag bei einer Pressekonferenz in Hannover.
Uscins war bei der erfolgreichen Generalprobe gegen Vizeweltmeister Kroatien (33:27) am Sonntag bereits in der Anfangsphase umgeknickt, konnte nach einer kurzen Behandlungspause am linken Fuß aber weiterspielen. Beim offiziellen Teamfoto-Termin am Montag humpelte der Hannoveraner leicht. Die erste EM-Partie im dänischen Silkeborg gegen Österreich steigt am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD).
Die Vorgabe für den Auftakt sei, "Tempo zu machen", sagte Bundestrainer Alfred Gislason. "Sie spielen teilweise sehr lange Angriffe. Sie sind eine unangenehme Mannschaft. Wichtig für uns ist, dass wir unseren Spielstil durchziehen." Die EM sei "das schwerste Turnier, das wir je gespielt haben", sagte der 66-Jährige: "Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dürfen wir kaum ein Spiel verlieren."
Chatton spürte einen Tag vor der Abreise nach Dänemark "Friede, Freude, Eierkuchen" im Team: "Die Mannschaft wächst, das merken wir intern, immer mehr zusammen."
Mut macht vor allem die Breite des Kaders, unter anderem in der Abwehr. "Die Bank kann vielleicht die Lebensversicherung im Laufe des Turniers werden", sagte Chatton und sprach von einem "Wettbewerbsvorteil" mit Blick auf die bestenfalls knapp drei Wochen in Dänemark, wo die DHB-Auswahl am Dienstag dasselbe Quartier bezieht wie im Vorjahr bei der WM. "Wir freuen uns auf Silkeborg. Bekannte Rahmenbedingungen. Das wird gut."
Das Ziel im Turnier sei, so Johannes Golla, einen "Flow" zu entwickeln. "Das Ziel Halbfinale ist natürlich irgendwo im Hinterkopf, wir sind aber gut beraten, von Spiel zu Spiel zu schauen", sagte der Kapitän: "Es macht nicht so viel Sinn, zu schauen, was vielleicht in fünf Tagen passiert."
Weitere Vorrundengegner sind Serbien (Samstag) und Spanien (Montag). In der Hauptrunde würden wohl ausnahmslos Schwergewichte wie Olympiasieger und Weltmeister Dänemark oder Titelverteidiger Frankreich auf das deutsche Team warten.
G.Schmid--VB