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Dominante Bayern vorzeitig "Herbstmeister"
Der FC Bayern hat zum Abschluss des Jahres trotz großer Personalnot seine Vormachtstellung eindrucksvoll unterstrichen und sich vorzeitig die "Herbstmeisterschaft" gesichert. Die dominanten Münchner siegten beim Abstiegskandidaten 1. FC Heidenheim verdient mit 4:0 (2:0) und gehen nach dem Pflichtsieg die großen Zielen in 2026 an. Man wolle, hatte Torjäger Harry Kane schon vor dem Spiel gesagt, "alle großen Trophäen gewinnen".
Josip Stanisic brachte die Bayern in der 15. Minute auf Erfolgs- und Rekordkurs. Michael Olise erhöhte noch vor der Pause (32.), kurz vor Schluss trafen Luis Díaz (86.) und Kane (90.+2). In die kurze Winterpause nehmen die Münchner satte neun Punkte Vorsprung vor Dortmund mit. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany blieb zudem auch im 16. Auswärtsspiel des Jahres unbesiegt. Mit jetzt 55 Treffern nach 15 Spieltagen haben die Überflieger auch die Saisonbestmarke von 1971/72 (102) fest im Visier.
Kompany musste im 57. Pflichtspiel des Jahres gleich auf neun Stars verzichten. Neben dem Langzeitverletzten Jamal Musiala fielen die angeschlagenen Joshua Kimmich, Min-Jae Kim und Manuel Neuer sowie wegen Erkrankungen auch Aleksandar Pavlovic, Sacha Boey und Tom Bischof aus. Zudem fehlten Konrad Laimer (Gelbsperre) und Nicolas Jackson (Afrika-Cup).
Auf der Bank saßen neben Serge Gnabry und Alphonso Davies sechs Nachwuchsspieler. Wenigstens standen der zuletzt gesperrte Díaz und Olise nach einer Augen-OP zur Verfügung. Auf der anderen Seite nahm auch FCH-Trainer Frank Schmidt nach dem jüngsten 1:2 bei St. Pauli fünf Wechsel in seiner Startelf vor.
Von Problemen war bei den Bayern jedoch nichts zu spüren. Sie starteten gewohnt dominant. Heidenheim bekam kaum Luft und hatte schon in der Anfangsphase einige brenzlige Situationen zu überstehen, ehe Stanisic nach Eckball von Olise und Vorlage von Jonathan Tah per Kopf traf. FCH-Torwart Diant Ramaj machte dabei keine gute Figur.
Die Bayern blieben am Drücker, leisteten sich aber in der Vorwärtsbewegung nach der Führung einige Leichtsinnsfehler, die Heidenheim hin und wieder ins Spiel brachten. Doch es genügte eine kurze Münchner Tempoverschärfung - und es stand 2:0.
Nach dem Wechsel hätte Kane schnell für klare Verhältnisse sorgen können. Der Bayern-Kapitän verfehlte das Ziel aber freistehend (53.). Der FCH wurde mutiger und wäre durch den eingewechselten Stefan Schimmer fast zum Anschluss gekommen.
Die Bayern hatten nun etwas mehr Platz, im Abschluss fehlte aber die letzte Konsequenz. Dies hätte sich beinahe gerächt, als Bayerns Leihgabe Arijon Ibrahimovic freistehend vergab (68.), wenig später scheiterte Schimmer an Neuer-Vertreter Jonas Urbig (78.).
A.Kunz--VB