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Skandal um FBI-Festnahmen: NBA-Boss Silver "zutiefst verstört"
NBA-Chef Adam Silver hat der Skandal um die aufsehenerregenden Festnahmen von Headcoach Chauncey Billups (Portland Trail Blazers) und Profi Terry Rozier (Miami Heat) schwer getroffen. "In meiner ersten Reaktion war ich zutiefst verstört", sagte der 63-Jährige während der Fernsehübertragung der Begegnung zwischen den Boston Celtics und den New York Knicks (95:105) bei Prime Video.
"Für die Liga und ihre Fans gibt es nichts Wichtigeres als die Integrität des Wettbewerbs", führte Silver aus. Billups und Rozier waren unabhängig voneinander am Donnerstag festgenommen worden, gegen Zahlung einer Kaution sind beide aber vorerst wieder auf freiem Fuß. Billups und Rozier werden unterschiedliche Fälle illegalen Glücksspiels vorgeworfen.
Rozier stand bereits 2023 im Verdacht der Spielmanipulation. Der Guard, damals für die Charlotte Hornets im Einsatz, hatte sich aufgrund einer Fußverletzung in einer Partie vorzeitig auswechseln lassen. Mutmaßliche Komplizen hatten hohe Wetten darauf abgeschlossen, dass Rozier unter den erwarteten statistischen Werten bleiben würde.
"Wir haben diese Situation dann untersucht", sagte Silver: "Und obwohl es diese abnormalen Wetten gab, konnten wir nichts finden. Terry hat damals kooperiert. Letztlich sind wir aber zu dem Entschluss gekommen, dass es trotz dieses Verhaltens nicht genügend Beweise gab."
Diese fand das FBI. Billups muss am 24. November vor ein Bundesgericht in New York treten. Rozier habe laut US-Richter Robert Norway sein Haus in Florida als Kaution hinterlegen müssen und soll am 8. Dezember ebenfalls vor einem Gericht in New York erscheinen. Sowohl Billups als auch Rozier mussten ihre Teams umgehend verlassen.
F.Fehr--VB