Volkswacht Bodensee - Welthungerhilfe: Weltweite Krisen treiben den Hunger weltweit an

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Welthungerhilfe: Weltweite Krisen treiben den Hunger weltweit an
Welthungerhilfe: Weltweite Krisen treiben den Hunger weltweit an / Foto: © AFP/Archiv

Welthungerhilfe: Weltweite Krisen treiben den Hunger weltweit an

Kriege und bewaffnete Konflikte treiben den weltweiten Hunger massiv an und bedrohen jahrzehntelange Fortschritte. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Welthunger-Index (WHI) der Deutschen Welthungerhilfe hervorgeht, hat sich die globale Ernährungslage seit 2018 deutlich verschlechtert: Aktuell sind rund 645 Millionen Menschen von Unterernährung betroffen. Die Organisation fordert deshalb, die Ernährungssicherheit künftig enger mit der internationalen Sicherheitspolitik zu verbinden.

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Der seit mehr als viereinhalb Jahren andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine störe die globalen Märkte für Nahrungs- und Düngemittel erheblich und trage zu einer massiven Steigerung der Lebensmittelpreise bei, heißt es in dem Bericht. Zudem führten der Ende Februar begonnene Iran-Krieg sowie die damit verbundene Blockade der Straße von Hormus zu Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten.

Die aktuellen Zahlen zeigen laut der Welthungerhilfe, "wie politische Ausgrenzung, Ressourcenknappheit und globale Lieferketten Menschen in verschiedenen Weltregionen gefährden". Regierungen in aller Welt müssten deshalb Ernährungssicherheit systematisch in ihrer Friedens- und Sicherheitspolitik verankern.

Konkret fordert die Organisation, langfristig in nachhaltige Ernährungssysteme zu investieren, Lieferketten breiter aufzustellen und soziale Sicherungsnetze für besonders gefährdete Menschen auszubauen. Zudem seien verlässliche Daten und Frühwarnsysteme unverzichtbar. Der Bericht drängt zudem auf verstärkte diplomatische Initiativen zur Vermeidung von Konflikten sowie auf einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe.

Laut dem WHI ist der Hunger vor allem in Subsahara-Afrika und Südasien besonders ausgeprägt. Dort wird die Lage als "ernst" eingestuft - in Somalia, der Demokratischen Republik Kongo, dem Tschad und Madagaskar sogar als "sehr ernst". Während die Situation dort stagniert, haben sich die Werte in Nepal, Ruanda, Togo, Uganda und Venezuela trotz der Krisen und entgegen des globalen Trends seit 2018 jedoch um mindestens 20 Prozent verbessert.

Sollte sich die Entwicklung so fortsetzen, ist laut der Welthungerhilfe das von den Vereinten Nationen ausgelobte Ziel der Beseitigung des weltweiten Hungers bis 2030 dennoch kaum noch erreichbar.

F.Wagner--VB