Volkswacht Bodensee - MI5-Chef: KI könnte die Lage im Bereich der Biowaffen ändern

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MI5-Chef: KI könnte die Lage im Bereich der Biowaffen ändern
MI5-Chef: KI könnte die Lage im Bereich der Biowaffen ändern / Foto: © POOL/AFP

MI5-Chef: KI könnte die Lage im Bereich der Biowaffen ändern

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte nach Ansicht des Chefs des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 erhebliche Auswirkungen im Bereich der Biowaffen haben. KI habe "das Potenzial, die Lage in Bezug auf bestehende oder sogar neue Biowaffen grundlegend zu verändern", sagte MI5-Chef Ken McCallum in seiner jährlichen Rede zur Bedrohungslage in London. Bereits jetzt "befeuert KI massiv den Cyber-Sicherheitswettlauf".

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Es gebe keine Erfahrungswerte im Umgang "mit einem Akteur, der klüger ist als wir", sagte McCallum weiter. Das sei "wirklich neuartig".

McCallum gab außerdem bekannt, dass der MI5 in diesem Jahr ein neues Zentrum für die Bewertung von KI-Bedrohungen eingerichtet habe. Dieses sei in der Zentrale angesiedelt und bündele Expertise aus anderen Einrichtungen, um "umfassende Lagebilder zu erstellen, die das Aufgeblasene von der Realität trennen". Der MI5 hat McCallum zufolge bereits Verdächtige enttarnt, die KI nutzen, um ihre Aufklärungsmaßnahmen und Angriffsmethoden zu verbessern - darunter mit KI-gesteuerten Drohnen.

Der Inlandsgeheimdienst wende inzwischen mehr Ressourcen zur Bekämpfung von Bedrohungen durch ausländische Staaten auf als zu irgendeinem Zeitpunkt seit dem Kalten Krieg, sagte McCallum weiter. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Zahl der Fälle mit staatlichen Bedrohungen vervierfacht. "Russland bleibt Aggressor Nummer eins", sagte er. "Die russische Armee und die russischen Geheimdienste intensivieren erneut ihre Versuche der hybriden Kriegsführung." Vier Jahre nach Beginn des Krieges in der Ukraine sei jedoch "das globale Instrumentarium des Kreml schwach", fügte er hinzu.

Auch der Iran versuche, seine hybride Kriegsführung auszuweiten, erklärte McCallum. In den vergangenen zwölf Monaten seien im Zusammenhang mit dem Iran mehr als 50 Festnahmen erfolgt.

A.Ruegg--VB