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UNHCR: Zahl der weltweit Vertriebenen auf 117,8 Millionen Menschen gesunken
Weltweit ist die Zahl der infolge von Krieg oder anderen Formen von Gewalt gewaltsam vertrieben Menschen nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) zum Ende des Jahres auf 117,8 Millionen gesunken. Mit 5,4 Millionen weniger Vertriebenen als zum Jahresende 2024 handelt es sich um den ersten Rückgang seit einem Jahrzehnt, wie das UNHCR am Donnerstag mitteilte. 58 Prozent der Vertriebenen waren demnach innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht.
Diese Entwicklung ist dem UNHCR zufolge "auf eine starke Zunahme der Rückkehr von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in einigen der größten Vertreibungskrisen der Welt zurückzuführen", insbesondere in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, im Sudan und in Syrien.
Zugleich warnte UNHCR-Chef Barham Salih: "Viele dieser Rückkehrbewegungen fanden jedoch nicht unter sicheren und stabilen Bedingungen statt, sondern unter verschiedenen Formen von Druck, in Länder, in denen Unsicherheit anhält, in denen die Infrastruktur beschädigt ist und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen sowie zu wirtschaftlichen Chancen nach wie vor stark eingeschränkt ist."
Zudem stieg dem UNHCR zufolge weltweit die Zahl der anhängigen Asylanträge um 645.300 auf fast neun Millionen an. Die Zahl der Staatenlosen schätzte die UN-Behörde auf 4,5 Millionen, was einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
T.Ziegler--VB