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Trump-Gesandter pocht auf stärkere US-Präsenz in Grönland
Der US-Sondergesandte für Grönland hat sich für eine stärkere Militärpräsenz der USA auf der Arktik-Insel ausgesprochen. "Grönland braucht die USA", sagte der US-Gesandte Jeff Landry am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP zum Abschluss seines ersten Besuchs in dem zu Dänemark gehörenden autonomen Gebiet. "Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die USA wieder mehr Präsenz in Grönland zeigen."
Landry verwies auf Bestrebungen von US-Präsident Donald Trump, "bestimmte Stützpunkte in Grönland wieder zu besetzen". Berichten zufolge wollen die USA drei neue Stützpunkte im Süden Grönlands eröffnen.
Ein 1951 geschlossenes und 2004 aktualisiertes Verteidigungsabkommen zwischen den USA und Dänemark gibt Washington mehr oder weniger freie Hand bei der Verlegung von Soldaten auf die Arktisinsel - so lange die Behörden in Dänemark und Grönland vorher informiert werden.
Während des Kalten Krieges verfügten die USA über 17 Militärstützpunkte in Grönland. Diese wurden im Laufe der Jahre jedoch geschlossen. Übrig blieb nur noch der Stützpunkt Pituffik im Norden der Insel.
Landry war im Dezember von Trump zu seinem Sondergesandten für Grönland ernannt worden. Der republikanischer Gouverneur von Louisiana traf am Sonntag zu seinem umstrittenen Besuch auf der Arktik-Insel ein. Am Montag sagte der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen nach einem Treffen mit dem US-Gesandten, das Gespräch sei "konstruktiv" gewesen, aber es habe "keine Anzeichen" für eine veränderte Haltung der USA gegeben. Grönlands Außenminister Mute Egede sprach anschließend von "roten Linien" seiner Regierung.
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hat Trump immer wieder Besitzansprüche auf Grönland erhoben und damit einen Konflikt mit den EU- und Nato-Verbündeten heraufbeschworen. Der US-Präsident verweist auf eine drohende Ausweitung der Präsenz Chinas und Russlands in der Arktisregion.
Von seiner Drohung, Grönland einfach zu übernehmen, war Trump im Januar wieder abgerückt. Stattdessen setzten die USA, Dänemark und Grönland eine gemeinsame Arbeitsgruppe ein.
M.Schneider--VB