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Ein Jahr Schwarz-Rot: Zustimmung zur Bundesregierung stürzt ab
Ein Jahr nach ihrem Amtsantritt ist die schwarz-rote Bundesregierung in der Zustimmung massiv eingebrochen. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv sind lediglich elf Prozent der Bundesbürger mit der Arbeit der Koalition zufrieden, 87 Prozent äußerten sich unzufrieden. Im Juli 2025 lag die Zustimmung noch bei 38 Prozent.
Besonders schwach fällt die Bewertung in zentralen Politikfeldern aus: Rund 80 bis 90 Prozent der Befragten zeigen sich unzufrieden mit Maßnahmen zur Infrastruktur, zur Begrenzung der Preissteigerungen, zur Reform der sozialen Sicherungssysteme sowie zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.
Etwas besser schneidet die Regierung lediglich beim Thema Begrenzung illegaler Zuwanderung ab, bei dem sich 32 Prozent zufrieden äußern – allerdings überwiegt auch hier mit 60 Prozent die Kritik deutlich.
Zugleich ist die Bevölkerung gespalten in der Frage, ob das Regieren angesichts aktueller Krisen schwieriger geworden ist: 45 Prozent sehen erschwerte Bedingungen, 48 Prozent nicht. Eine klare Mehrheit von 76 Prozent weist zudem die Einschätzung zurück, die Bürger hätten überhöhte Erwartungen an die Regierung.
Forsa befragte im Zeitraum von 30. April bis 4. Mai insgesamt 1002 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz lag dabei bei plus/minus drei Prozentpunkten.
Im Politiker-Ranking des Instituts Insa belegt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nicht mehr den hintersten Platz. Laut der Umfrage im Auftrag der "Bild"-Zeitung liegt nun Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) mit einem Zustimmungswert von 2,8 auf Platz 20 hinter Merz, der mit 2,9 Punkten auf Platz 19 kommt. Mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche auf Platz 18 (3,1 Punkte) liegt ein weiteres CDU-Mitglied auf den hinteren Plätzen.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) belegt in dem Ranking mit einer Zustimmungsrate von 5,1 weiter klar den ersten Platz. Der voraussichtlich nächste baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir von den Grünen belegt mit 4,2 Punkten Platz zwei, gefolgt von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU, 4,0) und CSU-Chef Markus Söder (4,0).
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) verbessert sich von Platz sieben auf Platz 5 (3,8), der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, der sich um den Vorsitz seiner Partei bewirbt, büßt einen Platz ein und landet auf Platz sechs der beliebtesten Politiker.
Alice Weidel auf Platz sieben (3,7 Punkte) ist die beliebteste Politikerin der AfD, BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht belegt Platz acht (3,7). Gewinnerin der Woche ist Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek, die von Platz 16 auf Platz zwölf springt (3,5 Punkte) - einen Platz hinter SPD-Chef Lars Klingbeil. Der Vizekanzler liegt mit 3,5 Punkten drei Plätze vor SPD-Parteichefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas (3,4 Punkte).
In der Sonntagsfrage liegt die AfD laut der Insa-Umfrage mit 27,5 Prozent weiter an der Spitze, mit leichten Verlusten (minus 0,5). Die Union folgt mit 24,0 Prozent (plus 0,5). Deutlich dahinter liegt die SPD mit 13,5 Prozent (minus 0,5), knapp vor den Grünen mit 13,0 Prozent (plus 0,5). Die Linke kommt auf 10,5 Prozent (minus 0,5). Das BSW und die FDP bleiben unter der Fünfprozenthürde.
Insa befragte im Auftrag der "Bild"-Zeitung 2008 Menschen online im Zeitraum vom 30. April bis zum 4. Mai.
C.Koch--VB