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Belgiens Regierungschef fordert Ukraine-Verhandlungen der EU mit Russland
Belgiens Regierungschef Bart De Wever hat Verhandlungen der Europäischen Union (EU) mit Russland über ein Ende des Ukraine-Kriegs gefordert. "Da wir nicht in der Lage sind, (den russischen Präsidenten Wladimir) Putin durch Waffenlieferungen an die Ukraine einzuschüchtern und wir ihn ohne die Unterstützung der Vereinigten Staaten wirtschaftlich nicht in die Knie zwingen können, bleibt nur noch eine Methode: einen Deal zu erzielen", sagte er der belgischen Zeitung "L'Echo" vom Samstag.
Russland in die Knie zu zwingen sei nur mit "100-prozentiger Unterstützung der Vereinigten Staaten" möglich, sagte De Wever. Sein Eindruck sei jedoch, dass die USA nicht voll und ganz auf der Seite der Ukraine stünden und manchmal "Putin näher" zu stehen schienen als Kiew.
Der belgische Regierungschef forderte für die EU ein Mandat ihrer Mitgliedstaaten, um mit Russland zu verhandeln. "Ohne ein Mandat, um nach Moskau zu gehen und dort zu verhandeln, sitzen wir nicht am Verhandlungstisch, an dem die Amerikaner die Ukraine dazu drängen werden, einen Deal zu akzeptieren. Und ich kann jetzt schon sagen, dass es ein schlechtes Abkommen für uns sein wird", fuhr De Wever fort.
Mehrere europäische Staatenlenker wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben zuletzt versucht, den Kontakt zu Putin wieder aufzunehmen. Sie hoffen, die Suche nach einer Lösung zur Beendigung des 2022 mit der russischen Invasion begonnenen Krieges nicht allein US-Präsident Donald Trump zu überlassen. Die USA dringen seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus auf eine Beendigung des Krieges, bislang jedoch ohne Erfolg.
C.Stoecklin--VB