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Steine auf israelisches Generalkonsulat geworfen: 24-Jähriger in Untersuchungshaft
Wegen Steinwürfen auf das israelische Generalkonsulat in München ist ein 24-Jähriger in Untersuchungshaft genommen worden. Der Mann aus dem Jemen soll der Polizei zu verstehen gegeben haben, dass er einen Sprengstoffanschlag begehen wollte, wie die Generalstaatsanwaltschaft in der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstag mitteilte. Eine solche Gefahr wurde aber ausgeschlossen.
Der Zentrale Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz übernahm wegen der besonderen Bedeutung des Falls die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft. Dem Beschuldigten werden Störung des öffentlichen Friedens, ein Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung vorgeworfen.
Er soll am Samstag mehrere faustgroße Steine gegen die Fassade des israelischen Generalkonsulats geworfen haben. Dann habe er seinen Rucksack abgesetzt und "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen. Dadurch soll er den herbeigeeilten Polizisten zu verstehen gegeben haben, dass er eine Sprengstoffexplosion herbeiführen wollte, die viele Menschen töten sollte. Spezialkräfte rückten an. Eine Gefahrenlage konnte aber schließlich ausgeschlossen werden, wie die Generalstaatsanwaltschaft ausführte.
Der Mann wurde festgenommen. Dabei soll er in Richtung der Polizisten getreten und mit dem Kopf gegen sie gestoßen haben. Sie wurden nicht verletzt, konnten ihn aber den Angaben zufolge nur unter großem Kraftaufwand in ihr Auto bringen. An der Fassade des Gebäudes entstand ein Schaden von etwa tausend Euro.
Der mutmaßliche Täter kam zunächst in ein Krankenhaus, weil er sich selbst oder andere gefährden könnte. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts erließ dann einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr gegen ihn. Er kam in eine Justizvollzugsanstalt.
Im September 2024 hatte es einen Anschlag auf das Generalkonsulat und das NS-Dokumentationszentrum in München gegeben. Ein 18-Jähriger gab mehrere Schüsse in Richtung der Gebäude ab. Nach einem Schusswechsel mit Polizisten starb er.
R.Fischer--VB