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Explosion an US-Botschaft in Oslo: Polizei nimmt drei Brüder fest
Nach einer Explosion an der US-Botschaft in Norwegens Hauptstadt Oslo am Wochenende hat die norwegische Polizei drei Brüder wegen des Verdachts eines "terroristischen Bombenanschlags" festgenommen. Die Ermittler gingen davon aus, dass einer der Brüder einen Sprengsatz vor der Botschaft platziert habe und die anderen beiden an der Tat beteiligt gewesen seien, sagte der Staatsanwalt Christian Hatlo bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.
Die drei Norweger in ihren Zwanzigern wurden Hatlo zufolge in Oslo festgenommen. Die Polizei untersuche noch das Motiv der mutmaßlichen Täter. Eine der Hypothesen sei, dass die Männer im "Auftrag eines Staates" gehandelt hätten. "Das ist angesichts des Ziels – der US-Botschaft – und der heutigen weltweiten Sicherheitslage durchaus naheliegend", sagte Hatlo.
Der Anwalt eines der Verdächtigen, Oystein Storrvik, sagte dem norwegischen Sender TV2, sein Mandant habe seine Beteiligung an dem Fall zugegeben. "Er gesteht, dass er die Bombe dort platziert hat", sagte Storrvik.
In der Nacht zum Sonntag war die US-Botschaft in Oslo bei einer Explosion leicht beschädigt worden. Verletzt wurde niemand. Die norwegischen Behörden sprachen unmittelbar nach dem Vorfall von einem möglichen Terroranschlag vor dem Hintergrund des Iran-Krieges.
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran sind die US-Vertretungen in der Nahost-Region in Alarmbereitschaft. Mehrere Botschaften sind Ziel iranischer Gegenangriffe geworden. Der iranische Botschafter in Norwegen wies am Dienstag eine Beteiligung Teherans an dem Vorfall entschieden zurück.
A.Ruegg--VB