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Kolumbianer wählen neues Parlament - Stimmungstest vor Präsidentschaftswahl
In einem Stimmungstest vor der Präsidentschaftswahl im Mai haben die Kolumbianer am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Die linksgerichtete Koalition von Präsident Gustavo Petro setzte darauf, ihren Status als stärkste Kraft im Parlament zu verteidigen.
Die rechtsgerichtete Opposition hoffte nach Niederlagen bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vor vier Jahren auf ein Comeback. Die Konservativen versprachen eine sicherheitspolitische Neuausrichtung im Kampf gegen bewaffnete Gruppen und Drogenkriminalität im Land. Der Wahlkampf war von Gewalt überschattet. Rund ein Drittel des Landes wird als zu gefährlich für Wahlkampfauftritte eingestuft.
Das neue Parlament soll am 20. Juli seine Arbeit aufnehmen, knapp drei Wochen vor der Amtseinführung von Petros Nachfolger. Der amtierende Präsident darf nicht erneut kandidieren.
Mehr als 41 Millionen Menschen in dem südamerikanischen Land waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Zu vergeben waren 285 Sitze im Unterhaus und dem Senat. Die Wahllokale sollten um 22.00 Uhr MEZ schließen.
G.Schmid--VB