-
Britische Kampfjets fangen russisches Militärflugzeug ab
-
Regierungskreise: Nato-Gipfel soll Signal der Entschlossenheit senden
-
Metallplatte entfernt: Musiala erneut operiert
-
Medien: "Fall Balogun" geht in weitere Runde
-
Elf Tote durch keimverseuchte Wurst: Prozess um Skandalfirma in Hessen gestartet
-
Schwere russische Angriffe auf Kiew am Vortag von Nato-Gipfel
-
Fünf Festnahmen nach Raubüberfall auf Formel-1-Legende Alain Prost
-
CDU-Arbeitnehmerschaft: Union und SPD sollen Pläne zu Krankschreibung zurücknehmen
-
UEFA zu "Fall Balogun": "Rote Linie überschritten"
-
Riesiges Waffenarsenal: Prozess gegen drei Angeklagte in Wuppertal begonnen
-
Ferienbeginn in vier Bundesländern: Für Wochenende erneut Staus erwartet
-
Ex-Vizekanzler Habeck fängt als Berater bei dänischer Immobiliengesellschaft an
-
Verbände wenden sich gegen weitere Kürzungen bei Entwicklungshilfe
-
Zahl unerlaubter Einreisen im Juni auf niedrigstem Stand seit fünf Jahren
-
Südkorea plant Fonds aus Steuereinnahmen durch Chip-Hersteller
-
Industrie erhält im Mai nach deutlichem Minus wieder etwas mehr Aufträge
-
Baden-Württemberg: Mann und Frau sterben durch Schüsse in Offenburg
-
Eigentümer von frei betretbarem Grundstück muss fremden Abfall nicht beseitigen
-
Blatter zum Fall Balogun: "Quo vadis, FIFA?"
-
Schüsse in Offenburg: Mann tot und Frau schwer verletzt
-
Fall Balogun: Besorgter Neuendorf fordert FIFA-Aufklärung
-
Iranisches Staatsfernsehen: Trauerzug mit Chameneis Sarg beginnt Fahrt durch Teheran
-
"Trump-Karte ausgespielt": Pressestimmen zur Balogun-Debatte
-
Linken-Chefin: Klingbeil muss "Aufrüstungsspirale" beenden
-
SPD-Sozialexperte fordert Zehn-Jahres-Frist bis zu Abschaffung der "Rente mit 63"
-
Zwei Tote bei Unfall in Mecklenburg-Vorpommern
-
Nach Mexiko-Aus: Aguirre bestätigt Rücktritt, Marquez übernimmt
-
Sturz beim Feiern: Henderson "schwer" verletzt im Krankenhaus
-
Ukraine meldet zehn Tote und dutzende Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew
-
"Schämt euch": Belgiens Politik mit Kritik nach Trump-Eingriff
-
Struff furchtlos gegen Sinner: "Sonst bringt es nichts"
-
Kolumbiens Präsident Petro verabschiedet sich am 20. Juli öffentlich aus dem Amt
-
Dank Bellingham und Kane: England gewinnt Thriller gegen Mexiko
-
Bundeskabinett beschließt Haushaltsentwurf für 2027
-
Klopp über "Causa Balogun": "Das stellt alles infrage"
-
Norwegens größter Erfolg: Haaland wirft Brasilien raus
-
Medien: Trump rief Infantino wegen Balogun-Sperre an
-
Hurkacz gibt auf: Struff im Viertelfinale gegen Sinner
-
Balogun-Sperre aufgehoben: Belgien prüft "alle Optionen"
-
Hurkacz gibt auf: Struff im Viertelfinale
-
Sprecherin: Trump trifft bei Nato-Gipfel in Ankara Selenskyj und al-Scharaa
-
Trauerfeiern im Iran: Chameneis Sohn und Nachfolger fehlt auch am zweiten Tag
-
Wimbledon: Topfavoritin Sabalenka scheitert an Osaka
-
Festnahmen in Türkei vor Nato-Gipfel in Ankara - Kritik der Opposition
-
"Vieles für Arbeitnehmer drin": Klingbeil verteidigt Reformpaket
-
Waldbrände in mehreren Ländern Südeuropas: Lage in Südfrankreich besonders angespannt
-
Für 50 Millionen: Hoffenheimer Touré wechselt nach Newcastle
-
106. Sieg: Djokovic zieht an Federer vorbei
-
Machtdemonstration: Pogacar schenkt del Toro den Etappensieg
-
"Endlich!" Leclerc gewinnt Spektakel - Antonelli punktlos
US-israelische Angriffe auf Iran ziehen Gegenangriffe nach sich - International Besorgnis und Kritik
Nach wochenlangen Drohungen haben die USA und Israel massive Luftangriffe gegen den Iran gestartet und damit Befürchtungen vor einem regionalen Krieg geweckt. US-Präsident Donald Trump verkündete am Samstag "große Kampfeinsätze" zur Beseitigung der "Bedrohungen" durch die Islamische Republik und rief die iranische Bevölkerung auf, die Regierung in Teheran zu stürzen. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in einer ganzen Reihe von Ländern der Region.
In Teheran und anderen iranischen Städten wie Isfahan, Ghom oder Karadsch waren am Samstag Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP und iranische Medien berichteten. "Ich habe mit meinen eigenen Augen zwei Tomahawk-Raketen gesehen, die horizontal auf Ziele zugeflogen sind", sagt ein Bewohner Teherans gegenüber AFP.
Über dem Stadtzentrum der iranischen Hauptstadt stieg Rauch auf. Sicherheitskräfte riegelten das Stadtviertel ab, in dem sich die Residenz des geistlichen Oberhaupts, Ayatollah Ali Chamenei, und der Präsidentenpalast befinden. Staatliche Medien berichteten, Präsident Massud Peseschkian sei "sicher und wohlauf". Der israelische Sender Kan berichtetet, Chamenei und Peseschkian hätten zu den "Zielen" des Angriffs gehört.
Die israelische Armee gab Angriffe auf "hunderte iranische Militärziele, darunter Raketenabschussvorrichtungen im Westen Irans", bekannt. Außerdem hätten die Luftangriffe in Teheran auf Vertreter der iranischen Führungsriege abgezielt.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem "Präventivschlag" gegen den Iran. Die Armee erklärte, Ziel des Einsatzes sei es, das "iranische terroristische Regime" umfassend zu schwächen und "existenzielle Bedrohungen für den Staat Israel" auszuschalten. Demnach hatten die USA und Israel die gemeinsamen Angriffe über "Monate" geplant. Die Angriffe würden "so lange wie nötig" fortgesetzt, hieß es aus israelischen Sicherheitskreisen.
US-Präsident Trump begründete die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm sowie der iranischen Unterstützung bewaffneter Milizen in anderen Ländern. "Unser Ziel ist es, die amerikanische Bevölkerung zu verteidigen, indem wir die unmittelbaren Bedrohungen durch das iranische Regime ausschalten", sagte Trump in einer Videoansprache.
Der iranischen Bevölkerung stellte Trump "Freiheit" in Aussicht - und rief die Menschen auf, die Regierung in Teheran zu stürzen. "Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung", sagte der US-Präsident. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte, es sei "an der Zeit", dass die Menschen im Iran das "Joch der Tyrannei abschütteln".
Der Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, sagte in einer Video-Botschaft, er gehe von einem baldigen Ende der Islamischen Republik aus. "Wir sind nahe an einem endgültigen Sieg."
Das iranische Außenministerium kündigte an, entschlossen auf die Angriffe zu "antworten". "Wir sind besser vorbereitet als je zuvor, um die iranische Nation zu verteidigen." Die iranischen Revolutionsgarden verkündeten "massive" Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel.
Iranischen Staatsmedien zufolge wurden bei einem israelischen Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Landes mindestens 51 Schülerinnen getötet. 60 weitere Schülerinnen seien bei dem Angriff auf die Grundschule in Minab in der südiranischen Provinz Hormosgan nahe der Küste der strategisch wichtigen Straße von Hormus verletzt worden.
In Israel wurde landesweiter Alarm ausgelöst und der Luftraum gesperrt. Die Menschen wurden aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Die Stadtverwaltung von Jerusalem schloss Schulen und Arbeitsstätten bis Montagabend. Der israelische Rettungsdienst meldete mindestens einen Verletzten.
Auch in mehreren anderen Ländern in der Region gab es Angriffe. In den Vereinigten Arabischen Emiraten starb ein Zivilist, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. In Bahrain wurde das Servicezentrum der Fünften US-Flotte durch einen "Raketenangriff" getroffen, wie das Kommunikationszentrum des Golfstaates mitteilte. In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sowie im katarischen Doha hörten AFP-Journalisten ebenfalls Explosionen.
Die US-israelischen Angriffe und die iranischen Gegenangriffe sorgten international für besorgte Reaktionen und teilweise scharfe Kritik. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte vor einer "gefährlichen" Eskalation in der Region. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Entwicklungen im Iran als "höchst besorgniserregend". "Wir rufen alle Seiten zu maximaler Zurückhaltung, zum Schutz von Zivilisten und zum vollständigen Respekt des Völkerrechts auf."
Norwegens Außenminister Espen Barth Eide bezeichnete die israelischen Luftangriffe auf den Iran als völkerrechtswidrig. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk verurteilte die Luftangriffe von allen Konfliktparteien und rief alle Seiten auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Irans Verbündeter Russland verurteilte die US-israelischen Angriffe scharf. Das Außenministerium in Moskau erklärte, Washington und Tel Aviv hätten "wieder einmal ein gefährliches Abenteuer gestartet, das die Region schnell an den Rand einer humanitären, wirtschaftlichen und - das kann nicht ausgeschlossen werden - radiologischen Katastrophe bringt".
In Berlin wurde ein Treffen des Krisenstabs der Bundesregierung im Auswärtigen Amt einberufen. Die Bundesregierung war nach Angaben des Auswärtigen Amts und des Sprechers von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorab über den Angriff auf den Iran informiert worden.
Die Spannungen mit dem Iran hatten sich in den vergangenen Wochen und vor allem seit der blutigen Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar massiv verstärkt. Am Donnerstag hatten Vertreter der USA und des Iran noch erneut indirekte Atomgespräche geführt.
Trump hatte der Führung des Iran über Wochen mit einem Militäreinsatz gedroht. Um den Druck auf den Iran zu erhöhen, hatten die USA ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt und zwei Flugzeugträger sowie Kriegsschiffe in die Region verlegt. Die USA und Israel hatten den Iran bereits im vergangenen Jahr angegriffen. Die USA bombardierten im Juni drei wichtige iranische Atomanlagen. Nach zwölf Tagen endete der Krieg.
L.Meier--VB