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Mutmaßlich russische Drohne nahe Flugzeugträger: Frankreich kritisiert mögliche "Provokation"
Nach der Sichtung einer mutmaßlich russischen Drohne nahe eines französischen Flugzeugträgers hat Paris den Vorfall als mögliche "Provokation" eingeordnet. Es wäre eine "lächerliche Provokation", falls die gesichtete Drohne wirklich russischer Herkunft sei, erklärte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot am Freitag an Bord des betroffenen Flugzeugträgers "Charles de Gaulle". Zuvor hatte der Kreml entsprechende Vorwürfe von schwedischer Seite als "absurd" zurückgewiesen.
Die schwedische und französische Armee hatten am Donnerstag mitgeteilt, dass in schwedischen Gewässern nahe des französischen Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" eine verdächtige Drohne gesichtet worden sei. Der Flugkörper wurde demnach am Mittwoch in mehreren Seemeilen Entfernung von der im Hafen von Malmö ankernden "Charles de Gaulle" entdeckt und von schwedischen Abwehrsystemen in seinem Betrieb gestört.
Der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson sagte, die Drohne sei "wahrscheinlich" russischer Herkunft. Jonson begründete diese Vermutung damit, dass sich zum Zeitpunkt des Drohnen-Zwischenfalls ein russisches Militärschiff in der "unmittelbaren Umgebung" befunden habe.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Freitag in Moskau, die schwedischen Aussagen zu der Drohne bezögen sich allein darauf, dass ein russisches Schiff in der Nähe gewesen sei. "Diese Erklärung ist völlig absurd", fügte Peskow hinzu, der nach eigenen Angaben keine "Details" zu dem Vorfall kennt.
Der Ostseeraum war zuletzt wiederholt Schauplatz mysteriöser Drohnenflüge über Flughäfen und sensiblen Militär- und Industriestandorten gewesen. Angesichts der Spannungen zwischen der Nato und Russland wegen des mittlerweile seit vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geriet Moskau in den Verdacht, hinter diesen Vorfällen zu stecken.
K.Hofmann--VB